
Wenn hauptsächlich der Oberarmkopf von der Arthrose betroffen ist, und die Gelenkpfanne noch einen Knorpelüberzug und keine wesentliche Deformierung aufweist, kann es ausreichend sein, nur diesen Teil des Gelenks durch eine Endoprothese zu ersetzen.
Zwei unterschiedliche Endoprothesentypen stehen zur Auswahl. In den meisten Fällen wird eine Oberarmkopfprothese verwendet, die eine genaue Wiederherstellung der Größen- und Achsenverhältnisse am Oberarmkopf ermöglicht.
Der Schaft der Prothese wird im Knochenrohr des Oberarms stabil verankert. Die Lockerungsrate moderner Oberarmkopfprothesen liegt im Bereich von 1% über einen Beobachtungszeitraum von zehn Jahren, das heißt 99% dieser Implantate sind nach zehn Jahren noch voll funktionsfähig.
Alternativ kann auch lediglich die Oberfläche des Oberarmkopfes abgetragen und dann mit einer „Metallkappe“, einem so genannten Oberflächenersatz, versorgt werden. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, das den natürlichen Knochen weitgehend erhält. Auf eine Verankerung der Endoprothese im Knochenrohr des Oberarms wird verzichtet. Bei ausgedehnten Substanzdefekten am Oberarmkopf ist der reine Oberflächenersatz häufig nicht geeignet, da er dann nicht stabil verankert werden kann.