
Weisen der Oberarmkopf und die Gelenkpfanne schwere Knorpelschäden und eine deutliche Deformierung auf, sollten in der Regel beide Gelenkteile ersetzt werden. Man spricht dann von einer Schultertotalendoprothese.
Patienten haben mit einer Schultertotalendoprothese in der Regel deutlich weniger Schmerzen und eine bessere Gelenkbeweglichkeit als Patienten mit einer Oberarmkopfprothese. Allerdings ist der Ersatz der Pfanne bei sehr steifen Gelenken oder bei Patienten mit hoher Schulterbelastung und schweren Knochensubstanzverlusten an der Pfanne nicht in allen Fällen möglich.
Der Pfannenersatz wird in den meisten Fällen über Zapfen oder einen Kiel auf der Rückseite der Pfanne in den Knochen einzementiert.
Nach zirka zehn Jahren sind 5 bis 10% der eingesetzten Gelenkpfannen gelockert und müssen entfernt werden. Wenn möglich, werden sie durch ein neues Pfannenimplantat ersetzt.