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Scharnierprothesen

Die Scharnierprothese ENDO-Modell® ist achsgeführt. Sie gewährleistet die maximale Stabilisation. Die Lastübertragung erfolgt über eine in Polyethylen (Kunststoff) gelagerte Achse, welche auch die Beugung des Gelenkes ermöglicht. Ein Genu laxum („Wackelknie“) jeglicher Ursache, ein schweres Genu valgum (X-Beinfehlstellung) und die Austauschoperationen sind die Hauptindikationen für das Scharnierknie. Auch bei sehr schweren Fällen von rheumatoider Arthritis ist die Versorgung mit dem Scharnierknie sicherer. Die Prothese gleicht in ihrem äußeren Erscheinungsbild dem Rotationsknie und ist, wie jenes, mit oder ohne Ersatz des Gleitlagers der Kniescheibe und in vier verschiedenen Größen verfügbar. Auch die Scharnierprothese wird mit Knochenzement verankert.

Operationsergebnisse

Seit 1976 haben wir in der HELIOS ENDO-Klinik Hamburg 5.700 Scharnierknieprothesen implantiert, zuletzt 350 des weiterentwickelten ENDO-Modell® pro Jahr. Wir haben 1.152 Patienten, die eine Scharnierprothese implantiert bekamen, wissenschaftlich nachuntersucht. Nach einer mittleren Verlaufszeit von 16 Jahren waren 96% der Patienten mit dem Operationsergebnis sehr zufrieden oder zufrieden, weil sie keine, oder allenfalls gelegentliche erträgliche Schmerzen verspürten. Die Beugung des Gelenkes war durchschnittlich bis 110° möglich und nur 0,4% der Patienten erreichten eine Beugung von weniger als 60°. Die Lockerungsrate nach 16 Jahren war mit 3,8% sehr niedrig. Die Infektionsrate nach neun Jahren beträgt 2,9%, nach 16 Jahren 4%. Nach 14 Jahren war bei 93 von 100 Patienten die Prothese unverändert fest im Knochen verankert.