. .

Totale Femur-Prothese

Nach mehrfachem Austausch einer Hüftprothese, einer Knieprothese oder in Fällen von Tumorerkrankungen kann eine Situation entstehen, in der der verbliebende Rest des Oberschenkelknochens nicht zur sicheren Verankerung der neuen Schaftprothese ausreicht.

 

In diesen Fällen kann der Erhalt des betroffenen Beines durch eine totale Femur-Prothese mit künstlichem Hüft- und Kniegelenk ermöglicht werden. Diese Prothesen werden für jeden Patienten maßangefertigt, um die richtige Beinlänge und damit ein funktionell optimales Operationsergebnis zu gewährleisten.

Operationsergebnisse Totale Femur-Prothese

Seit 1976 haben wir hauptsächlich in Fällen nach wiederholtem Wechsel von Hüftprothesen, z.T. in Tumorfällen, 515 totale Femur-Prothesen implantiert, allein im vergangenen Jahr 25. Damit verfügen wir auf diesem Spezialgebiet über die größtmögliche Erfahrung.

 

100 Patienten, die mit einer totalen Femur-Prothese versorgt wurden, haben wir nachuntersucht. Je nach Anzahl der vorangegangenen Operationen variiert das funktionelle Ergebnis. Durchschnittlich lässt sich eine Beugung in der Hüfte von etwa 60 bis 90 Grad und im Kniegelenk von 60 Grad erwarten. Die Stabilität der Hüfte hängt von der Qualität der nach den Voroperationen verbleibenden Muskeln ab. Nur in fünf Fällen haben wir eine Pfannenlockerung gesehen und nur eine einzige der tibialen Komponente (Prothesenanteil im Schienbein). Auch bei nur befriedigenden funktionellen Resultaten sind die Patienten oft besonders zufrieden, da als Alternative meist nur eine Exarticulation (Absetzen des Beines) in Frage kam.

 

Die totale Femur-Prothese ist ein wertvolles Implantat, denn sie ermöglicht den Erhalt des Beines in scheinbar ausweglosen Situationen.