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Knochenzement

Der Knochenzement ist ein Spezialkunststoff (Polymethylmetacrylat PMMA). Seine Entwicklung begründete den Siegeszug der Endoprothetik, weil erstmals eine solide Verankerung der Prothese im Knochen möglich wurde. Deshalb stiegen seit etwa 1965 die Implantationszahlen steil an. Er wird aus einem Pulver und einer Flüssigkeit angerührt, bildet eine gut zu verarbeitende Paste und ist nach acht Minuten vollständig ausgehärtet. Eine mit Knochenzement implantierte Prothese erlaubt die sofortige volle Belastung, die Patienten können also frühzeitig mobilisiert werden.

 

Langzeitstudien an unseren eigenen Patienten und auch an sehr großen Patientengruppen, z.B. in Skandinavien (150.000 primäre Hüftprothesen), zeigen, dass sehr gute Langzeitergebnisse mit dieser Fixierungsmethode erreicht werden. Eine Verankerung sowohl von Hüft- als auch von Knieprothesen mit Zement ist nach wie vor zeitgemäß, eine moderne Zementierungstechnik vorausgesetzt.

 

Bei Patienten mit günstigen Voraussetzungen setzen wir auch zementfreie Prothesen oder sogenannte Hybrid-Systeme (teilzementierte Prothesen) ein.