Als Impingementsyndrom werden Schulterschmerzen bezeichnet, die auf die Enge zwischen Oberarmkopf und Schulterdach zurück zu führen sind. Typisch zeigen sich die Beschwerden in einem so genannten schmerzhaften Bogen (painful arc), dies bedeutet, dass Schmerzen beim seitlichen Heben des Armes über die Horizontale auftreten. Auch treten die Schmerzen vor allem in Ruhe und in der Nacht auf. Das Liegen auf der betroffenen Seite ist oft nicht möglich, die Nachtruhe ist durch die Beschwerden gestört.
Eine ungünstige Formgebung des Schulterdaches (Hakenacromion) sowie ein Verschleiß des Schultereckgelenkes führen häufig zu einer weiteren Einengung des naturgemäß engen Sehnengleitraums unter dem Schulterdach.
Werden die Sehnen immer wieder gequetscht, kommt es zu einer Sehnenreizung. Einechronische Sehnenreizung kann zu einem Sehnenverschleiß (Tendopathie), bis hin zum Sehnenriss führen. Die häufigste Ursache ist Insuffizienz der artikularseitig rupturierten (eingerissenen) Sehne, die zu einer Dezentrierung des Humeruskopfes führt und damit zu einer weiteren Einengung des Schulterdachraumes.Bei der Schultergelenksarthroskopie wird der Raum unter dem Schulterdach erweitert. Hierbei wird ein Großteil des Schleimbeutels mit einer Elektrosonde entfernt (Bursektomie). Mit einer speziellen Knochenfräse werden die Knochenvorsprünge geglättet und der vordere Anteil des vorderen Schulterdaches ausgedünnt (Acromioplastik). Somit wird die Ursache der Sehenreizung behoben und die Beschwerden der Patienten bessern sich deutlich.