25.07.11
Etwa jeder fünfte Deutsche leidet unter Schlafstörungen. Alltagsstress, Nervosität, Leistungsdruck oder Ängste und Sorgen können die Ursache sein. Die Betroffenen leiden jedoch nicht nur nachts: Schlafstörungen führen zu Abgeschlagenheit und eingeschränkter Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Auch das Immunsystem und unser Stoffwechsel können auf Schlafstörungen reagieren.
Mal eine Nacht ohne ausreichend Schlaf verbracht - wer kennt das nicht. Wenn man jedoch innerhalb eines Monates drei Mal pro Woche entweder schlecht einschläft, ungewollt früh aufwacht oder den Schlaf als nicht erholsam empfindet und tagsüber deshalb oft müde ist, könnte eine Schlafstörung vorliegen. "Unser Körper braucht und nutzt den Schlaf, um sich zu regenerieren", so Dr. med. Rudolf Hoffmann, Leiter des Schaflabors am HELIOS Klinikum Krefeld. "Lebenswichtige Prozesse, wie die Ausschüttung des Wachstumshormons und die Bildung neuer Zellen, erfolgen während des Schlafes."
Die Ursachen für Schlafprobleme sind vielfältig: beruflicher Stress, Leistungsdruck und familiäre Probleme können ebenso Auslöser sein wie Schichtarbeit, Jetlag oder Herz- und Lungenerkrankungen. Mögliche Folgen: Neben eingeschränkter Leistungsfähigkeit, Fehlentscheidungen am Arbeitsplatz oder gar Arbeitsunfällen, steigt mit dem Mangel an Schlaf und Regeneration auch das Risiko von Herzinfarkten, Infektionen und Depressionen.
Andauernde Schlafstörungen können im Teufelskreis enden, denn schlaflose Nächte ziehen unausgeglichene Tage nach sich, die wieder zu ruhelosen Nächten führen. "Viele versuchen ihre Schlafstörungen mit Schlaftabletten abzustellen", weiß der Krefelder Mediziner. "Sie unterdrücken jedoch nur die Symptome und beheben nicht die Ursache." Besonders gefährlich sind dabei Medikamente aus der Gruppe der Benzodiazepine. Sie führen schnell in die Abhängigkeit.
Es ist wichtig bei Schlafstörungen die Ursache zu ermitteln. Vielleicht hilft es schon, die Lebensgewohnheiten ein wenig umzustellen und bereits tagsüber z.B. mit Hilfe von autogenem Training oder einem Spaziergang in der Mittagspause für geistige und körperliche Entspannung zu sorgen. Das Führen eines Schlaftagebuches kann helfen, Verhaltensweisen oder Gegebenheiten zu erkennen, die das Ein- oder Durchschlafen stören. Auch regelmäßige Zubettgehzeiten oder feste Rituale, wie Entspannungsmusik hören, können helfen, wieder einen normalen Schlafrhythmus zu erlangen – und somit einen erholsamen Schlaf.
Sechs Tipps für einen erholsamen Schlaf
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Marina Dorsch
Pressesprecherin HELIOS Klinikum Krefeld
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