
Seit Anfang des Jahres 2007 bietet die sprachtherapeutische Abteilung der HELIOS Klinik Hagen-Ambrock einmal monatlich eine Informationsveranstaltung für Angehörige von Patienten mit Schluckstörungen an. Ziel der Veranstaltung ist eine effektivere Zusammenarbeit von Angehörigen und Therapeuten im Umgang mit dem Störungsbild. Im Vordergrund steht dabei die Einsicht in die Komplexität und in das Gefahrenpotential der Störung sowie die Vermittlung notwendiger Vorsichtsmaßnahmen und unterstützender Möglichkeiten. Ein kompetenter Umgang mit Schluckstörungen von Seiten der Angehörigen verringert das Risiko möglicher Folgeerkrankungen (Aspirationspneumonien), erhöht die Effektivität der therapeutischen Intervention und demonstriert den Betroffenen einheitliches und schlüssiges Vorgehen.
In ca. 90 min werden den Teilnehmern mit Hilfe von Filmausschnitten, Bildern und Therapiematerialien Kenntnisse über den gesunden und gestörten Schluckvorgang sowie grundsätzliche unterstützende Maßnahmen vermittelt. Gleichermaßen bedeutsam ist der persönliche Austausch der Gruppenmitglieder untereinander sowie die Erörterung individueller Fragen und Probleme. Zum Ende eines jeden Treffens erhalten die Teilnehmer ein Begleitheft, das die wichtigsten Zusammenhänge der besprochenen Inhalte zusammenfassend darstellt. Initiiert und ausgearbeitet wurde das Angebot von Daniela Stahl, die neben den Aufgaben als Sprachtherapeutin auch die stellvertretende Therapeutische Gesamtleitung innehat.
Eingeladen sind alle Angehörigen von Patienten, die aufgrund ihrer Schluckstörung nicht oder nur eingeschränkt oral Nahrung zu sich nehmen können. Darüber hinaus wird auf die besondere Schluck-Problematik von Patienten eingegangen, die mit einer Trachealkanüle versorgt sind.