HELIOS Klinik Hagen-Ambrock

Musiktherapie

„Eine wunderbare Quelle der Erneuerung haben Sie ja noch in der Musik!"
Hermann Hesse

 

 

Seit Urzeiten nutzt der Mensch Musik. Als Sprache der Töne dient sie sowohl dem persönlichen Ausdruck als auch der nonverbalen Verständigung und Kommunikation. Seit Urzeiten weiß der Mensch um die wohltuenden Kräfte der Musik.

 

Mit einer neurologischen Erkrankung sind häufig Bewegungsstörungen sowie Einschränkungen des Sprach-, Verständnis-, oder allgemeinen Kommunikationsvermögens verbunden, auch die Körperwahrnehmung kann auf verschiedenen Ebenen beeinträchtig sein.  Musiktherapie kann als Hilfe auf dem Weg zur Wiedererlangung motorischer oder kognitiver Funktionen, der Kommunikationsmöglichkeiten oder als seelische Begleitung erfahren werden. Damit kann auch über (zumeist evidenzbasierte) Techniken der Musiktherapie das Ziel der Rückkehr in den beruflichen und/oder privaten Alltag unterstützt werden.

 

Anwendungsgebiete der Musiktherapie:

  • Musik ist unmittelbar mit emotionalem Erleben verbunden. Im musika­lischen Dialog werden innere Befindlichkeiten mitgeteilt und miteinander geteilt. Belastungen und die damit verbundenen Emotionen finden Ausdruck und können - gfls. auch in Verbindung Gesprächen - bearbeitet werden.

  • In der Abteilung für Musiktherapie  wird seit dem Jahr 2004 eine Klangliege eingesetzt. War es zunächst der Begriff der „Entspannung“, der sich als Indikation anbot und auch von vielen Patienten nach der Behandlung nachdrücklich bestätigt wurde und nach wie vor wird, ist inzwischen die sich positiv verändernde oder bewußtere Körperwahrnehmung, ebenfalls von vielen Patienten beschrieben, immer mehr in den Vordergrund gerückt. Im Dezember 2012 wurden die Ergebnisse unserer wissenschaftlichen Studie zur Evaluation der Klangliegentherapie bei Multipler Sklerose veröffentlicht. Klicken Sie HIER, Sie werden dann mit der pdf-Version des Original-Artikels verlinkt.  

  Die meisten der folgenden Anwendungsgebiete werden schwerpunktmäßig mithilfe von Techniken aus dem Bereich der evidenzbasierten Neurologischen Musiktherapie (NMT) bearbeitet:

  • Die ordnenden Kräfte der Musik haben eine unmittelbare Wirkung auf das menschliche Bewegungsverhalten. Sie führen zu einer Veränderung des Bewegungserlebens und können Störungen von Wahrnehmung und Koordination einzelner Bewegungen oder ganzer Bewegungsabläufe positiv beeinflussen.
  • Bei Verlust und Beeinträchtigung des Sprach- oder Sprechvermögens ermöglicht die Musik einen alternativen Zugang zum gegenseitigen Verstehen.
  • Im Sinne einer musikalischen Sprachtherapie wird an der Anbahnung und Produktion einfacher Laute gearbeitet. Im Rückgriff auf bekannte Lieder, Rhythmen oder Reime kann das Sprachvermögen gefördert und erweitert werden.
  • Bei Stimmstörungen kommen ebenfalls ge­zielte Übungen zur Anwendung.
  • Singen kann aber auch Ausdruck inners­ter Emotionen wie Freude und Hoffnung, aber auch von Schmerz und Trauer sein.
  • Musik dient als nichtsprachliche Möglichkeit,
    • als Mittel der Zu- und Hinwendung.
    • zum Aufbau von Kontakt und Kommunikation mit dem schwerkranken Menschen.

 

Musiktherapie findet in Form von Einzel- oder Gruppentherapien statt, darüber hinaus in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Physiotherapie oder der Sprachtherapie.

 

Bei Bedarf wird Musik gezielt als Mittel zur Entspannung eingesetzt. Die Teilnahme an der Musiktherapie setzt keinerlei musikalische Vorerfahrungen voraus – und jeder Patient ist herzlich willkommen!

Symposium Musiktherapie in der neurologischen Rehabilitation

Referenten des Symposiums "Musiktherapie in der neurologischen Rehabilitation" am 14.11.2014 (v.l.n.r.) Dr. M. Grün (Ambrock), Prof. Dr. Stefan Koelsch (Berlin), Maret Jochheim (München), Ruth Leber (Ambrock), Stefan Mainka (Beelitz), Dr. Claudia Dill-Schmölders (Ambrock), Sonoko Suzuki-Kupski (Ambrock), Prof. Dr.Konrad Schily (Brandenburg), Prof. Dr. Wolfgang Greulich (Ambrock)

Am 14. November 2014 fand in der HELIOS Klinik Hagen-Ambrock das "Symposium Musiktherapie in der neurologischen Rehabilitation - State of the Art" statt. HIER  finden Sie den Tagungsflyer, bitte nutzen Sie diesen LINK zu den Abstracts und ppt-Präsentationen dieser Tagung.

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