HELIOS Klinik Hagen-Ambrock

Kunsttherapie

Die Prozessorientierte Kunsttherapie in der Helios Klinik Hagen- Ambrock wird in Einzel- oder gruppentherapeutischen Settings angeboten.

Dabei unterstützt sie aktiv, mit einem breiten Spektrum an Möglichkeiten, den Genesungsprozess eines neurologisch erkrankten Patienten, auf funktionaler und emotionaler Ebene.

Jeder Patient erfährt einen kunsttherapeutischen Prozess, der individuell auf die persönlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten, Einschränkungen und Schädigungen entsprechend dem bio-psycho-sozialen Modell der ICF abgestimmt ist.

Beginnend mit einer Zielvereinbarung, kommen in der neurologischen Rehabilitation sowohl lösungsorientierte, als auch ressourcenorientierte kunsttherapeutische Ansätze zum Einsatz. Durch das Zusammenspiel von emotionaler Unterstützung in der kreativen Tätigkeit [Emotionale Funktionen], Wahrnehmungsschulung [Funktionen des Sehens, Funktionen der Wahrnehmung], globale und spezifische mentale Funktionen  und Übung feinmotorischer Fähigkeiten [Funktionen des Tastens, Feinmotorischer Handgebrauch], wird die Kunsttherapie zu einem multipel einsetzbaren Therapiekonzept.

Erlebt sich der Patient bezogen auf viele Bereiche des täglichen Lebens als defizitär und insuffizient, so bietet ihm die Maltherapie im Sinne der Aktivitäten und Partizipation, auf nonverbaler Ebene die Möglichkeit sich aus zu drücken und sich als schöpferisch tätigen Menschen wahrzunehmen. Die Aufmerksamkeit für eigene, vorhandene Ressourcen wird geweckt. Dies führt zu einer Steigerung des Selbstwertgefühls, der Patient erlebt sich Handlungs- und Ausdrucksfähig.

Kunsttherapeutisch wird der Patient dazu geführt, den Gesamtzusammenhang zu erkennen, einen umfassenden, definierten Bildraum zu erfahren und wahrzunehmen. Dazu wird der betroffenen Seite deutliche visuelle Reize geboten. Räumlich-konstruktiven Problemen wird durch eine sinnvolle Integration von Details in den Gesamtzusammenhang begegnet. Kompensatorische Maßnahmen werden durch das wechselhafte Bearbeiten von Bildgesamtheit und Bilddetail erübt.

Zugleich werden im Umgang mit dem Material feinmotorische Defizite ausgeglichen. Unterschiedliche Techniken ermöglichen eine Steigerung der taktilen Fähigkeiten. Die selektiven Greiffunktionen werden erübt.

Bimanuelles Zeichnen fördert die rechts- links- Koordination, während andere Elemente des Formenzeichnens das Zusammenspiel beider Hirnhälften unterstützen. Zielgerichtete, fortlaufende zeichnerische Bewegungsabläufe erüben den gestörten Bewegungsfluss.

Die Kunsttherapie bietet Unterstützung in der Planung und in der konsequenten Durchführung von Handlungsabläufen. Die Fähigkeit und Selbständigkeit zur Handlungsplanung wird gefördert, sowie in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden die Entwicklung von Problemlösungsstrategien.

Die spezifische mentale Funktionen, u.a. die Funktionen der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses, höhere kognitive Funktionen, werden durch die Steigerung des Schwierigkeitsgrades der umzusetzenden Aufgaben in jedem kunsttherapeutischen Bereich gesteigert.

Bei allen kunsttherapeutischen Prozessen ist das kreative Tun unabhängig von künstlerischen Fähigkeiten.

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HELIOS Klinik Hagen-Ambrock

Leitung Kunsttherapie
Jill Kuhlmann

Telefon: (02331) 974-41 20
Telefax: (02331) 974-11 19

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