HELIOS Klinik Hagen-Ambrock

Ergotherapie

Die Abteilung für Ergotherapie sieht als ihre Hauptaufgabe, ihren Patienten das Wiedererlangen und/oder die Erhaltung der größtmöglichen Selbstständigkeit im häuslichen, sozio-kulturellen und beruflichen Alltag zu ermöglichen.

Zur ggf. beruflichen Wiedereingliederung der Patienten werden hierbei insbesondere die individuellen Anforderungen des Arbeitsplatzes überprüft und die ergotherapeutische Diagnostik durch standardisierte Assessments, wie dem Allensbacher Feinmotoriktest oder dem Nine-Hole-Peg-Test unterstützt.

Für die Befunderhebung, Therapieplanung und Qualitätssicherung findet das klientenzentrierte COPM (halbstrukturiertes Interview aus dem Canadian Model of Occupational Performance (COPM)) Anwendung, um die Wünsche und Zielvorstellungen des Klienten herauszuarbeiten.

Es werden gemeinsam Ziele formuliert,  die  auf das (Wieder-) Erlernen einer Aktivität  und Teilhabe am Erwerbs- und Sozialleben  ausgerichtet sind unter Berücksichtigung persönlicher Umwelt- und Förderfaktoren, die eine Teilhabe trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen wiederherstellen oder unterstützen.

 

Wie durch Kostenträger wie der Deutschen Rentenversicherung  vorgegeben,  enthalten die evidenzbasierten Therapiemodule Anforderungen auf der Basis der Klassifikation therapeutischer Leistungen (KTL). Aus ihnen wird interdisziplinär eine Auswahl an Leistungen getroffen, um die Therapieplanung  in den Erfordernissen in Dauer und Häufigkeit zu unterstützen und den Patienten optimal und individuell zu versorgen. Diese richten sich nach dem gemeinsam formulierten Rehabilitationsziel.

So können die Klienten im Rahmen von Arbeitserprobungen an verschiedene Aufgaben heran geführt werden, um eine Belastbarkeit zu eruieren, Hilfsmittel zu erproben oder persönliche Faktoren anzupassen, um eine berufliche Teilhabe wieder zu ermöglichen.

 

Zur Erreichung der Rehabilitationsziele stehen der Ergotherapie verschiedene Therapieformen zur Verfügung:

 

Sensomotorisch perzeptive Therapie

Die sensorisch-perzeptive Therapie beinhaltet die weitest gehende Wiederherstellung und Erhaltung der Wahrnehmungsfähigkeiten des Erkrankten. Nur wer seinen eigenen Körper spürt, genaue Informationen darüber hat, wie sich diese anfühlt und in welcher Lage er sich befindet, hat die Möglichkeit, diesen zielgerichtet zu bewegen. Unterschiedliche Sinneserlebnisse über Haut, Nase, Mund und Ohren vermitteln Eindrücke über die unmittelbare Umwelt und den eigenen Körper.

 

 

Funktionelle Therapie: Grobmotorik, Feinmotorik, Graphomotorik

Die größtmögliche Mobilität zu erhalten, bzw. wiederzugewinnen, ermöglicht dem neurologisch Erkrankten  Selbstständigkeit im alltäglichen Leben. Hierzu fördert die Ergotherapie die Bewegungsfähigkeit des gesamten Körpers mit besonderem Blick auf die Einsatzmöglichkeit der Hände und Arme.  Hierfür stehen insbesondere für die Teilhabe am Erwerbsleben Arbeitserprobungen oder ein Computertraining  zur Verfügung.

 

ADL-Training

Das Training der Aktivitäten des täglichen Lebens dient der Hilfe zur Selbsthilfe, Unabhängigkeit von Anderen und die Verselbstständigung mit und ohne Hilfsmittel. Das alltagspraktische Training findet beispielsweise während der morgendlichen Versorgung und der Essensaufnahme statt. In der Übungsküche wird die Selbstständigkeit bei der Essenszubereitung erprobt.

 

Kognitive Therapie und Aktivierungstraining         

Voraussetzung für die möglichst eigenständige Durchführung von Tätigkeiten des alltäglichen Lebens sind kognitive Fähigkeiten, wie beispielsweise Prozesse des Erkennens, Erinnerns und Entscheidens. In der Ergotherapie können Schritt für Schritt Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Erstellung von Handlungsplänen und Problemlösungsstrategien alltagspraktisch rekonstruiert werden. Hierbei können Tätigkeiten im Therapiegarten unterstützend wirken. Eigenverantwortliches Planen und Handeln ist ergebnisorientiert möglich. Auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmte praktische Behandlungen eröffnen ihm Perspektiven zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit.

 

 

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