HELIOS Klinikum Gotha

Wie wird die Diagnose Diabetes gestellt?

Diabetes mellitus oder Zuckerkrankheit  ist eine komplexe Stoffwechselstörung mit dem Leitsymptom der Blutzuckererhöhung, die auf einer verminderten Insulinproduktion und/oder Insulinwirkung beruht.

 

90% der Diabetiker sind am Typ 2 erkrankt, für den als wichtigster Risikofaktor das sogenannte metabolische Syndrom mit Insulinresistenz, Übergewicht, Fettstoffwechselstörung, arterieller Hypertonie und eine genetische Belastung verantwortlich sind.

 

Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung ist notwendig, um diabetische Folgeerkrankungen wie Nierenkrankheiten, Netzhautveränderungen, Nervenstörungen und chronische Fußwunden sowie Gefäßerkrankungen  zu verhindern.


Ein Suchtest im Krankenhaus auf Vorliegen eines Diabetes mellitus sollte  erfolgen bei folgenden Erkrankungen: arterielle Hypertonie, KHK, paVK und Schlaganfall.


Allgemein sollten Patienten im Alter von über 40 Jahren, mit Adipositas, Bewegungsmangel, Fettstoffwechselstörung oder einer familiären Diabetesbelastung untersucht werden.


Auch beim Auftreten chronischer Wunden und rezidivierenden Infektionen sollte an einen Diabetes mellitus gedacht werden. Die Symptome unklarer Gewichtsverlust, übermäßiger Durst mit Trinkmengen über 3 Liter, gehäuftes Wasserlassen, allgemeine Schwäche und Müdigkeit, sowie Auftreten von Haut- und Schleimhautentzündungen sollten Sie als Patient zu Ihrem Arzt führen.


Laut neuer Mutterschaftsrichtlinie haben Schwangere die Möglichkeit  rechtzeitig bezüglich eines Schwangerschaftsdiabetes untersucht zu werden, um so schwerwiegende Folgen für das Ungeborene zu verhindern.


Die Diagnosestellung des Diabetes mellitus Typ 2 erfolgt über eine venöse Blutabnahme nüchtern. Eine Plasmaglucose ab 7,0 mmol/l ist beweisend, ebenso ein HbA1c –Wert ab 6,5%. Goldstandard zur Diagnostik ist der Zuckerbelastungstest (oraler Glucosetoleranztest).



Über uns