HELIOS Klinikum Gotha

Welche Medikamente gibt es?

Neben den bekannten oralen Antidiabetika wie Metformin, Sulfonylharnstoff und ähnlichen, Acarbose und den verschiedenen Insulinen, sind in den letzten Jahren einige neue Therapieprinzipien in den Vordergrund gerückt, die wie folgt wirken:

 

Unser Darm produziert beim Essen Botenstoffe (Inkretine), welche zur Bauchspeicheldrüse gelangen und dort die Ausschüttung von Insulin fördern, gleichzeitig die Produktion von blutzuckererhöhenden Hormonen (Glukagon) bremsen, die Magenentleerung hemmen und damit zu einem Sättigungsgefühl führen. Als neue Therapieprinzipien werden erstens die Hemmung des Abbaus  der körpereigenen Inkretine verwendet. Diese Medikamente heißen DPP- Hemmer (Wirkstoffe z.B. Sitagliptin, Vildagliptin) und werden als Tablette eingenommen. Zweitens kann man diese Inkretine auch unter die Haut, ähnlich wie Insulin, spritzen. Hier gibt es auch Präparate, die nur einmal pro Woche gegeben werden müssen (Exenatide). Der Patient nimmt an Gewicht ab, die Blutzuckerwerte steigen nach dem Essen nicht so stark an. Diese Medikamente sind nur für Typ-2- Diabetiker geeignet, nach individueller Absprache mit dem Diabetologen.



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