HELIOS Klinikum Gotha

Ernährungstipps

Beispiel für ein kohlenhydratarmes ballaststoffreiches Frühstück

Die häufigsten Fragen stellen Diabetiker zum Thema Ernährung.

 

Allgemein besteht meist große Verunsicherung, was man essen darf. Kohlenhydratreiche Nahrung erhöht den Blutzucker und erfordert zur weiteren Verstoffwechslung Insulin. Ernährung ganz ohne Kohlenhydrate ist aber nicht möglich, da diese den wichtigsten Energielieferanten des Körpers darstellen.

 

Empfohlen werden Kohlenhydrate mit niedrigem glycämischen Index, das heißt langsam ins Blut einströmende Kohlenhydrate wie z.B. Vollkornprodukte. Verzichten Sie auf das Nachsüßen von Speisen mit Haushaltszucker oder Honig. Entgegen früher anderslautenden Meinungen ist stattdessen auch eine kleine Menge Süßstoff erlaubt, z.B. Sacharin, Aspartat. Auch Stevia kann verwendet werden und hat den Vorteil, dass es sich um eine natürlich vorkommende Substanz handelt. Zuckeraustauschstoffe wie Fruktose oder Sorbit verschlechtern die Insulinwirkung und werden nicht empfohlen. Diätprodukte für Diabetiker sind nicht nötig, sie enthalten zwar weniger Zucker, aber in der Summe mehr Fett, mehr Kalorien, weniger Geschmack und sind teuer. Diätprodukte werden seit 2011 nicht mehr hergestellt. Essen Sie nie nebenbei, sondern genießen Sie die Mahlzeit.

 

Ernährungsempfehlungen für Diabetiker orientieren sich an der sogenannten Mittelmeerkost:

  • 45-60% Kohlenhydrate, höchstens 30% Fett, 15-20% Eiweiß
  • 1,5 bis 2 Liter trinken, weniger als 2 Gläser Alkohol pro Tag
  • 30g Ballaststoffe (Gemüse, Vollkornprodukte)
  • 5 kleine Portionen Obst/ Gemüse
  • meiden von ungesättigten Fettsäuren und Transfetten, statt dessen  hochwertige einfach und mehrfach ungesättigte Öle (Olivenöl, Distelöl)
  • zweimal pro Woche Fisch
  • höchstens zweimal pro Woche Fleisch, nur fettarmes Fleisch und Wurst
  • höchstens 6g Salz pro Tag

 

Wer Gewicht reduzieren möchte, braucht eine negative Energiebilanz, d. h. der Kalorienverbrauch sollte größer sein als die Zufuhr. Zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen braucht der Mensch den sogenannten Grundumsatz, welcher vom Alter, Geschlecht, Größe, Gewicht und Muskelmasse abhängt. Hinzu kommt der Arbeitsumsatz, der vom Grad der körperlichen Aktivität bestimmt wird.

 

 

Beispiel für ein kalorien- und kohlenhydratreiches Frühstück


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