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Musiktherapie

Musiktherapie ist der gezielte Einsatz von Musik im Rahmen der therapeutischen Beziehung zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit.

Sie ist eine praxisorientierte Wissenschaftsdisziplin und arbeitet in der Neurologie mittlerweile mit wissenschaftlich fundierten und standardisierten Methoden, die bei bestimmten Krankheitsbildern, wie z. B. Aphasie, Apraxie oder Patienten mit Hemiparese, eingesetzt werden.

 

Musiktherapie in der Neurologie kann auf zwei Ebenen ansetzen:

 

  1. der funktionellen, im Sinne einer Verbesserung einzelner Funktionen: So können z.B. bei Patienten mit einer Hemiparese erhebliche Verbesserungen dynamischer Gangaspekte – Geschwindigkeit, Schrittfrequenz, Länge und Symmetrie – erreicht werden.
  2. der psychischen, im Sinne einer Verarbeitung der durch die Krankheit entstandenen psychischen und sozialen Folgen, z.B. das Trauern um das Leben vor der Erkrankung, Umgang mit der neuen Lebenssituation, usw.

 

Hier ist die Musik als nichtsprachliches, kommunikatives Medium oft von großer Bedeutung, besonders für Patienten, die unter einer Einschränkung der kommunikativen Möglichkeiten leiden.

 

Musik als komplexe „Klangsprache“ spricht das menschliche Gehirn gleichzeitig auf allen Ebenen an. Somit werden die neuronalen Vernetzungen angeregt und integriert.