HELIOS Klinik Erlenbach

EKG in Ruhe

Das EKG ist immer noch das einfachste, dennoch ungemein aussagekräftigste technische Hilfsmittel der Inneren Medizin / Kardiologie. Die Methode ist mehr als 100 Jahre alt, der niederländische Physiologe W. Einthoven wurde hierfür 1924 mit dem Nobelpreis geehrt. Für alle Herzrhythmusstörungen kann nur das EKG Klarheit schaffen, die EKG-Veränderungen beim Herzinfarkt gehen den Veränderungen der Blutwerte zeitlich weit voraus. Zusätzlich liefert das EKG Daten zu möglichen kardialen Nebenwirkungen von Medikamenten, zu Herzmuskelerkrankungen oder genetischen Störungen (Ionenkanalerkrankungen), und vieles mehr. Jeder Patient einer kardiologischen Abteilung muss mindestens ein EKG erhalten.

 

Das EKG hat routinemäßig 12 Ableitungen:

  • hiervon 6 durch Ableitung des elektrischen Herzstroms an den Extremitäten (rechter und linker Arm, linkes Bein),
    • benannt nach Einthoven mit den römischen Ziffern I, II und III,
    • sowie nach Goldberger mit den Ableitungen aVL, aVR und aVF.
  • Zusätzlich werden 6 Brustwandableitungen (Wilson-Ableitungen) geschrieben, die nahe des Brustbeins im 4. Zwischenrippenraum, sowie dann entlang der linken Brustwand im 5. und 6. Zwischenrippenraum abgeleitet werden: V1-V6.

  • Für spezielle Fragestellungen (wie z.B. bei Infarktverdacht) können spezielle Ableitungen notwendig werden:
    • eine Verlängerung der Wilsonableitungen bis zum Rücken: V7-V9,
    • eine Ableitung über der rechten Herzhauptkammer (V3r-V6r),
    • spezielle Hinterwandableitungen: Nehb D, A und I.

 

 



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