HELIOS Klinik Erlenbach

Zertifizierte Chest Pain Unit (CPU) / Brustschmerzeinheit

Herz-Kreislaufkrankheiten sind unverändert die häufigste Todesursache in den westlichen Industrienationen. Der Brustschmerz ist hierbei ein „Alarmsignal“. Eine rasche und qualitativ hochwertige Therapie kann Leben retten. Zur Verbesserung der Behandlung von Brustschmerz- und Herzinfarktpatienten werden in den USA seit den 90ern, in Deutschland seit 2005 spezialisierte Brustschmerzeinheiten (Chest Pain Units = CPU) eingerichtet. Die Chest Pain Unit der Heliosklinik Erlenbach wurde im Dezember 2012 durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert, und ist die einzige Einrichtung dieser Art am Untermain; die nächsten CPUs finden sich in Frankfurt, Darmstadt und Würzburg. Von etwa 2000 Krankenhäusern in Deutschland verfügen nicht einmal 190 über eine CPU.
Die Zertifizierung und der Betrieb einer CPU sind an strenge Auflagen gebunden. Hierfür mussten die wissenschaftlichen Leitlinien der Herz-Notfälle in klinikinterne Handlungsanweisungen umgesetzt werden, sowie in enger Kooperation mit den Rettungsdiensten die Schnittstellen und Abläufe abgestimmt und festgelegt werden. Ein Herzkatheterlabor muss an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden zur Verfügung stehen einschl. eines hausinternen Ausfallplans; seit April 2012 steht in Erlenbach ein zweites Herzkatheterlabor zur Verfügung.
Bei Brustschmerzen kann ambulant nicht immer zuverlässig zwischen lebensbedrohlichen Ursachen (Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen der Lunge, Erkrankungen der Hauptschlagader, Herzrhythmusstörungen), harmlosen Krankheitsbildern (muskuläre Überbeanspruchungen, Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule), oder anderen Krankheitsbildern (Speiseröhrenentzündung, Magenentzündung) unterschieden werden. Die Chest Pain Unit soll die Patienten identifizieren, die einer stationären Behandlung bedürfen, und diese so schnell wie möglich zur Verfügung stellen, umgekehrt aber unnötige Krankenhausaufenthalte nach Ausschluss bedrohlicher Zustände verhindern helfen. Zur korrekten Einschätzung gehört auch, die Fehleinschätzung als „harmlose Erkrankung“ soweit möglich zu vermeiden; gerade diese Patienten haben ein besonders hohes Risiko beim Herzinfarkt.



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