Die 1. Medizinische Klinik, Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin ist eingebettet in das Zentrum für Innere Medizin sowie in das Thoraxzentrum.
In der 1. Medizinischen Klinik werden Patienten mit allen verschiedenen Erkrankungen der Atmungsorgane diagnostiziert und behandelt. Besondere Versorgungsschwerpunkte sind:
Zum typischen Erkrankungsspektrum gehören die folgenden Krankheitsbilder:
Die Versorgung dieser Erkrankungen wird durch die gesamte moderne pneumologische Diagnostik und Therapie gewährleistet:
Funktionsdiagnostik
Bronchologie
Nichtinvasive Beatmung (gesamtes Spektrum)
Schlafmedizin
Die Bronchologie umfasst die endoskopischen Verfahren mit flexibler und starrer Bronchoskopie. Die winzige Kamera des Videobronchoskopes ermöglicht eine detallierte Ausspiegelung der Atemwege zur Diagnostik und ggf. Therapie.
Das Lungenkarzinom ist der Tumor mit der höchsten Sterblichkeit. Nach wie vor ist die Prognose dieser Tumorerkrankung schlecht, jedoch hat es in den letzten Jahren eine Reihe von Entwicklungen gegeben. Dazu gehören Verbesserungen im Krankheitsmanagement aber auch die Entwicklung neuer Medikamente auf dem Boden molekularbiologischer Erkenntnisse. Die Diagnose und Behandlung von Lungenkrebs ist eine interdisziplinäre Herausforderung. Im HELIOS Klinikum Erfurt als Klinik der Maximalversorgung sind die Bedingungen hierfür ideal. Alle beteiligten Fachdisziplinen sind vor Ort und es findet ein regelmäßiger Austausch über das interdisziplinäre Tumorboard statt. Hier wird die optimale Diagnostik- und Behandlungsstrategie für den Patienten herausgearbeitet. Durch die Zusammenarbeit mit regionalen aber auch überregionalen Arbeitsgruppen (Deutsche Gesellschaft für Pneumologie, Deutsche Krebsgesellschaft) ist die Um setzung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis gegeben.



Modernste, vorwiegend nicht-invasive Beatmungsmedizin steht für Patienten mit chronischen Erkrankungen der Lunge (z.B. COPD), der Muskulatur und Nerven (z.B. ALS) oder des Brustkorbes zur Verfügung. Nicht-invasive Beatmungsverfahren können schon frühzeitig vorbeugend durchgeführt werden. Sie können eine Intensivbeatmung vermeiden.
Patienten, die schwer zu beatmen sind oder nicht vom Beatmungsgerät entwöhnt werden können, können von der Intensivstation möglichst frühzeitig in das Beatmungszentrum verlegt werden. Dort erfolgt die Umstellung auf eine möglichst nicht-invasive und stundenweise Beatmung, die Planung und Organisation der weiteren häuslichen oder Heimversorgung. Es besteht ein enger Austausch mit Selbsthilfegruppen wie z.B. der Deutschen Gesellschaft für Muskelkraft e.V. Thüringen.
Patienten mit Schlafstörungen und Atmungsstörungen im Schlaf können im Schlafmedizinischen Zentrum interdisziplinär behandelt werde. Das Zentrum bietet acht Mess- und Behandlungsplätze an und ist von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin anerkannt. Neben den obstruktiven Schlafstörungen werden Schlafstörungen bei Herzinsuffizienz und Muskelerkrankungen hier behandelt.