HELIOS Klinikum Erfurt

Neurochirurgie für Nepal

Chefarzt Dr. Rüdiger Gerlach (l.) im Gespräch mit Hospitant Dr. Shrestha Bibhusan.

Erfurt. Vor zwei Jahren bebte die Erde in Nepal. Es gab hunderte Verletzte. Allein im Dhulikel Hospital nahe der Hauptstadt Kathmandu warteten rund 150 Patienten mit Kopfverletzungen auf eine Behandlung. Keine leichte Aufgabe für ein Klinikum, das insgesamt nur über 300 Betten verfügt. Damals gab es noch kein Trauma-Zentrum für ebensolche Notfallpatienten. Zwei Jahre später tritt Dr. Shrestha Bibhusan einen zwölfstündigen Flug von Nepal nach Deutschland an. Er folgt der Einladung von Prof. Dr. med. Rüdiger Gerlach, Chefarzt der Neurochirurgie am HELIOS Klinikum Erfurt.

 

Als Hospitant blickt der Chirurg Dr. Bibhusan  seinen deutschen Kollegen aus der Neurochirurgie für sechs Wochen über die Schultern. Anlass ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem HELIOS Klinikum Erfurt und dem Dhulikel Hospital: Nach dem schweren Beben soll in Nepal eine Neurochirurgie eingerichtet werden.

 

Während seines Aufenthaltes in Erfurt fielen dem Gastarzt viele Unterschiede  auf. „In Nepal sind sechs Betten pro Zimmer völlig normal. Es gibt nur Gemeinschaftsbäder auf dem Flur“, so der Mediziner. Außerdem gebe es kein Versicherungssystem. Ein Drittel der Bevölkerung könne sich eine medizinische Versorgung überhaupt nicht leisten und werde von gemeinnützigen Vereinen unterstützt. Nur zehn Prozent könnten sich eine gute Versorgung aus eigener Kraft leisten.

 

Die Abläufe in nepalesischen Krankenhäusern sind in Deutschland schwer vorstellbar und erfordern viel Kraft von den dortigen Ärzten. Dr. Bibhusan bringt seine Patienten persönlich in den OP und anschließend wieder zurück aufs Zimmer. Das koste ihn viel Zeit in Anbetracht seines Operationsplans von 30 bis 35 Patienten pro Tag. Die Pflege kann aufgrund einer sehr knappen Personalstruktur kaum unterstützen.

 

Zurück in Nepal wird der Chirurg den Ausbau der Neurochirurgie voranbringen. Dabei werden ihm zahlreiche neue Erkenntnisse aus dem HELIOS Klinikum Erfurt helfen. Ein besonderes Anliegen sei ihm  die Zeit für die Patienten. Er schätzt, dass in Erfurt die durchschnittliche Zeit pro Patient zehnmal so hoch ist wie in Nepal. Diese Möglichkeit des Patientenkontaktes würde er gerne ausbauen, sich auf die Abläufe und Routinen im HELIOS Klinikum Erfurt stützend. „Ich möchte, dass wir die medizinische Versorgung zu Hause nahe an die Standards in Deutschland bringen können. Ein Engpass wie beim Erdbeben vor zwei Jahren darf sich nicht wiederholen."

 

Mit 1.282 Betten ist das HELIOS Klinikum Erfurt das größte Krankenhaus der Region und für die medizinische Versorgung der Bürger der Thüringer Landeshauptstadt und weit darüber hinaus verantwortlich. Das HELIOS Klinikum Erfurt ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung und Akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena.

 

HELIOS ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr  als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die HELIOS Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien.´

 

In Deutschland hat HELIOS 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. HELIOS versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. HELIOS ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

 

Quirónsalud betreibt 43 Kliniken, 39 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

 

HELIOS gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Sitz der HELIOS Unternehmenszentrale ist Berlin.

 

Pressekontakt:
Dominik Daube
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HELIOS Klinikum Erfurt
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