HELIOS Klinik Diez - Mutter, Vater und Kind

ADHS und andere Verhaltensstörungen

Leidet Ihr Kind unter einer diagnostizierten ADHS-Störung?

Für betroffene Familien mit ADHS-Kindern haben wir unser Schwerpunktkonzept „ADHS/ADS und andere Verhaltensstörungen“ entwickelt.

Dieses Konzept zielt mit spezialisierten Maßnahmen und unter Einbeziehung der tiergestützten Therapie darauf ab, positiven Einfluss auf die Entwicklung der Kinder und auf die Eltern-Kind-Beziehung auszuüben.

Wir fördern mit unserem Konzept die Stärkung des Selbstvertrauens, die soziale Kompetenz und die Selbständigkeit. Konzentration, sozial angemessenes Verhalten, die emotionale Regulationsfähigkeit. Eine Reduktion von Angst und ein positives Erleben in der Gruppe sollen erprobt und eingeübt werden. In Folge können aggressive und impulsive Verhaltensweisen reduziert werden.

Den Eltern wird ein positiver Zugang zum Kind ermöglicht, und somit ein Heraustreten aus einem meist defizitdominierten Blick und das eigene Kind und sich selbst.

Wir nutzen in unserem Schwerpunktkonzept bewährte spielerische Zugänge, klare Strukturen, das Arbeiten mit einem Belohnungssystem, Entspannungsverfahren und insbesondere die tiergestützte Therapie als eine der Möglichkeiten, positive Impulse zu setzten.

Die Diagnose eines ADHS, ADS oder einer hyperkinetischen Störung sollte bereits vor Anmeldung für den Schwerpunkt diagnostiziert sein. Befundberichte der behandelnden Ärzte und Psychotherapeuten sollten vorgelegt werden.

Was können Eltern für ihr Kind tun?

 

In erster Linie helfen Sie Ihrem Kind, wenn sie etwas für sich selbst tun! Denn: Dem Kind kann es nur dann gut gehen, wenn es auch Ihnen gut geht. Für ein Leben mit einem ADHS-Kind benötigten die Eltern viel Geduld, Ausdauer, starke Nerven und Kraft.

Wir helfen Ihnen dabei, indem wir Sie unterstützen,

  • die Beziehung zu Ihrem Kind durch gemeinsames, freudvolles Erleben zu stärke
  • den Blick auf die Stärken und Fähigkeiten Ihres Kindes zu richten
  • Regeln kindgerecht zu formulieren 
  • ein Belohnungssystem für das Einhalten der Regeln zu entwickeln
  • im Umgang mit Ihrem Kind konsequent zu bleiben
  • Ihr Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeitserleben zu fördern
  • sich selbst als Eltern nicht zu vergessen und auf Ihre eigenen Bedürfnisse zu achten

 

 

Was werden wir für Ihr Kind tun?

  • bei der Stärkung seines Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins
  • bei der Förderung von Eigeninitiative und Selbstständigkeit
  • in der Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit
  • in der Reduktion von Ängsten und Aggressionen
  • in der Steigerung seiner Frustrationstoleranz
  • in der Förderung seiner Kompetenzen
  • in der Kommunikations- und Leistungsbereitschaft
  • beim positiven Zugang zu Regeln und Grenzen
  • im allgemeinen Wohlbefinden

Mit Hilfe unseres spezialisierten, multimodalen Teams soll neben der Beratung und Förderung auch ein differenzierter Blick auf mögliche weitere Belastungen im Lebensalltag des Kindes gerichtet werden, die sich nicht selten hinter der Symptomatik einer ADHS- Diagnose verbergen oder diese verstärken.

Weitere notwendige Fördermaßnahmen für Ihr Kind oder therapeutische Unterstützung im Familiensystem können entsprechend unseren Verhaltensbeobachtungen in Heimatnähe empfohlen und bei Bedarf bereits während des stationären Aufenthaltes eingeleitet werden. Unsere Arbeit ist nach dem systemisch-familientherapeutischen Ansatz ausgerichtet. Die kinderspezifischen Angebote werden flankiert von spezifischen Elternangeboten, die zum einen schulen, zum anderen die Eltern-Kind-Beziehung fördern.

 

Zum Behandlungskonzept gehören:

 

  • Vorträge und Gesprächskreise zu den Themen ADHS und anderen Verhaltensauffälligkeiten,               
  • Erziehung, Medien  
  • kreative Verfahren in Gruppen oder im Eltern-Kind-Setting
  • ressourcenorientierte Eltern-Kind-Interaktionen (systemisch)
  • tiergestützte Therapie für Kinder
  • Selbsterfahrungsmodul für Eltern am Pferd
  • Entspannungsverfahren und Bewegungsspiele
  • Gefühls- und Körperwahrnehmungsübungen
  • Aufmerksamkeitsübungen
  • Erziehungsberatung
  • Begleitende Elterngespräche

Aufnahmebedingungen:

Das Kind muss behandlungsbedürftig sein (Meldungen durch die Krankenkasse).

Es muss eine schon im Vorfeld vor der Aufnahme diagnostizierte Diagnose vorliegen.

  • F90.0    Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung
  • F90.1    Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens
  • F90.8    Sonstige hyperkinetische Störung
  • F90.9    Nicht näher bezeichnete hyperkinetische Störung

Befundberichte der behandelnden Kinderärzte und Psychotherapeuten müssen vorgelegt werden.

Eine bereits medikamentöse Therapie des Kindes darf nicht während des Aufenthaltes abgesetzt werden.

Die Indikation und Einteilung in die Schwerpunkte erfolgt nach Prüfung aller Unterlagen ausschließlich durch unser Therapeutenteam.

 

Ausschlusskriterien:

  • Tierhaarallergie
  • Keine ausreichende Reha-Fähigkeit des Kindes oder der Eltern:
  • Fremd- und/oder Eigengefährlichkeit des Kindes.
  • Keine Gruppenfähigkeit des Kindes
  • Betreuungsbedarf über die reguläre Therapiezeit hinaus. 

Weitere Informationen:

  1. Kurtermine
  2. Mehr Informationen zum therapeutischen Reiten
  3. Einverständniserklärung für die tiergestützte Therapie  
  4. Bildergalerie
  5. PDF-Datei: Flyer ADHS

 

 

 

 

 

 



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