HELIOS Rehaklinik Damp

Neurologie

In der HELIOS Rehaklinik Damp führt die Neurologie eine umfassende Rehabilitation in den Phasen C und D der psychischen, körperlichen und sozialen Folgen der meisten Erkrankungen des Nervensystems durch.

 

Dazu zählt die Rehabilitation nach:  

  • Schlaganfall, Hirnblutung und Operation zerebraler Gefäße
  • Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie bei Tumoren und Missbildungen von Gehirn und Rückenmark
  • traumatischer Schädigung von Gehirn, Rückenmark und peripheren Nerven
  • entzündlichen Erkrankungen des Zentralen und Peripheren Nervensystems, wie Multiple Sklerose (MS), durch Erreger hervorgerufene Hirn-, Rückenmarks- und Hirnhautentzündungen, Polyneuritis und Polyradikulitis Guillain-Barré, Meningoradikulopolyneuritis bei Borreliosen u.a., sowie entzündliche ZNS-Erkrankungen
  • Polyneuropathien und Hirnnervenerkrankungen
  • Basalganglienerkrankungen wie dem Morbus Parkinson
  • Angeborene und erworbene Erkrankungen der Muskulatur und des Nervensystems. 

Durch die unmittelbare Nachbarschaft weiterer Fachabteilungen ist die Mitbehandlung von Begleiterkrankungen aus dem internistischen, orthopädischen, psychosomatischen und onkologischen Bereich problemlos durchführbar.

 

Die Neurologische Frührehabilitation Phase C

Die Neurologische Rehabilitation der Patienten wird, je nach ihrer Mobilität, zentral in unserem zwischen 50 und 200 Meter Wegeleistung entferntem Therapie zentrum organisiert. Außerdem werden für noch hochgradig in ihrer Mobilität eingeschränkte Patienten auf der Station entsprechende Therapieräume (einschließlich Ergotherapie) vorgehalten. Neuropsychologie und Logopädie sind in zentralen Einheiten auf der Stationsebene untergebracht.  

 

Der steigende Bedarf für frührehabilitative Behandlung von Schlaganfalls-, Trauma- und Tumorpatienten veranlasste uns zur Einrichtung einer Station, auf der auch schwerpflegebedürftige Patienten mit noch hochgradigen neurologischen Ausfallserscheinungen entsprechend der Rehabilitationsphase C behandelt werden. Der personelle, technische und räumliche Standard entspricht den Empfehlungen der „Arbeitsgemeinschaft Neurologisch-Neurochirurgische Frührehabilitation“ innerhalb der Bundesarbeitsgemeinschaft medizinisch-beruflicher Rehabilitationszentren. Die Zuordnung zur Phase C und mit den Kostenträgern vereinbarte Voraussetzung zur Aufnahme ist ein Behandlungskorridor zwischen 35 und 70 Punkten im sogenannten BARTHEL-Index, wobei schwere kognitive Störungen gesondert bewertet werden müssen. Die Patienten sind noch pflegebedürftig und evtl. in ihrer Mobilität auf Hilfsmittel wie Rollstuhl oder Rollator angewiesen, müssen aber körperlich, geistig und seelisch stabil genug sein, um an mehreren Anwendungen täglich erfolgreich teilnehmen zu können. Die den Phasen C und  D vorgelagerte Phase B der unmittelbaren Frührehabilitation im Stadium der noch notwendigen intensivmedizinischen Betreuung wird für die gesamte Region in der Klinik für Neurologie des HELIOS Klinikums Schleswig durchgeführt.

 

Ausschlusskriterium für eine Aufnahme sind die intermittierende Beatmungspflichtigkeit oder schwerste Begleiterkrankungen, die auf Dauer eine therapeutische Belastbarkeit für eine ausreichende Mobilisation, zumindest auf Zimmerebene, nicht zulassen. Notfalls ist jedoch auf der unmittelbar benachbarten Intensivstation der HELIOS Ostseeklinik Damp die Möglichkeit einer intermittierenden Behandlung gegeben.

 

Oberhalb dieses Bereiches erfolgt die neurologische Rehabilitation entsprechend den Kriterien der Phase D (AHB/AR-Verfahren).

 

Neurologische Anschlussheilbehandlung (Rentenversicherte) und Anschlussrehabilitation (Versicherte bei der Krankenkasse und anderen Kostenträgern) Phase D:

In der Phase D müssen die Betroffenen schon zum großen Teil selbständig in den meisten Alltagsverrichtungen sein und nicht auf pflegerische Unterstützung angewiesen, die Behandlung findet im Therapiezentrum statt, das die Patienten selbständig, gegebenenfalls mit unserem Hol-und- Bringe-Dienst erreichen müssen. Auch die ärztlichen Wiedervorstellungstermine finden in den Praxisräumen der Ärzte statt.

 

Warum ist die Neurologische Rehabilitation so wichtig?

Eine fachgerechte ärztliche und therapeutische Behandlung sorgt dafür, dass die natürliche Reorganisations- und Selbstheilungsfähigkeit von Gehirn und Rückenmark zielgerichtet unterstützt und beschleunigt wird. Von der Tatsache abgesehen, dass alle Kranken mit schweren Ausfallserscheinungen zuhause überhaupt nicht zurechtkommen würden, gewährleistet die an wissenschaftlichen Leitlinien ausgerichtete Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Neuropsychologie, dass die weitest mögliche Wiederherstellung des geschädigten Nervennetzwerks funktionsgerecht erfolgt und so Fehlanpassungen wie z. B. der erlernte Nichtgebrauch der gelähmten Körperhälfte nach einem Schlaganfall vermieden werden. Dazu bedarf es schon am Anfang einer genauen Untersuchung und Analyse von in der neurologischen und allgemeinen Rehabilitation geschulten Ärzten, Psychologen und Therapeuten.

Dr. med. Dipl. Ing. (FH) Martin Peller

Chefarzt Neurologie HELIOS Rehaklinik Damp
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Sekretariat

Angelika Büll
Telefon: (04352) 80-8419
Telefax: (04352) 80-8476

Patientenaufnahme

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Dr. Judith Osseforth

Oberärztin Neurologie, Rehaklinik Damp
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Dr. Angela Harksen

Oberärztin Neurologie, Rehaklinik Damp
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Dr. Carolin Stoltenberg

Oberärztin Neurologie, Rehaklinik Damp
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Dr. Kouroush Dehghani

Oberarzt Neurologie, Rehaklinik Damp
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Zertifikat

Ausgezeichnet als anerkanntes MS-Zentrum nach den Vergabekriterien der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.



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