HELIOS Amper-Klinikum Dachau

Kompetenzzentrum Chirurgische Erkrankungen der Leber

Seit dem 26.08.2014 darf sich das HELIOS Amper-Kliniken Dachau als „Kompetenzzentrum für Chirurgische Erkrankungen der Leber“ bezeichnen und das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Viszeralchirurgie tragen. Für die Zertifizierung ausschlaggebend ist eine technisch hochmoderne Ausstattung an bildgebenden Verfahren von der Ultraschall-Kontrastmitteluntersuchung bis hin zur Computertomographie und Kernspinuntersuchung, die hochauflösende 3-D rekonstruierbare Bilder liefern, womit eine exzellente präoperative virtuelle Operationsplanung durchführbar ist.

Da die Leber ein hochkomplex aufgebautes Organ ist, sind Funktionsstörungen und Entzündungen bakterieller oder viraler Art sorgfältig abzuklären, wozu hepatisch, hepatologisch versierte Internisten bei der Behandlung dieser Patienten mit einbezogen werden müssen.

Die chirurgische Therapie steht oft am Ende der gesamten diagnostischen Kaskade und gilt insbesondere bei der Behandlung von bösartigen Tumoren als Goldstandard. Am Klinikum Dachau haben wir ein spezielles Dissektionsverfahren entwickelt, mit dem man blutsparend und gewebeschonend Tumoren aus der Leber herausoperieren kann. Hierzu wird ein feiner, 0,1 mm feiner Wasserstrahl mit einem Druck von ca. 30 bis 40 bar verwendet, mit dem das Parenchym von den Gangstrukturen abgespült werden kann, die dadurch sichtbar werden und somit kontrolliert durchtrennt werden können.

Die häufigsten Indikationen sind sekundäre Lebertumoren, dies sind zumeist Absiedelungen von Darmkrebs. Je nach Stadium kann mit der Entfernung dieser Metastasen eine exzellente 5-Jahres Überlebenswahrscheinlichkeit von bis zu 50 % erzielt werden. Gutartige Tumoren der Leber müssen seltener operiert werden, hierzu gehören Blutschwämme, gelegentlich auch eine fokal noduläre Hyperplasie, die allerdings symptomatisch sein muss. Gelegentlich findet man auch größere Zysten der Leber, die Schmerzen verursachen können. Primäre bösartige Erkrankungen der Leber, wie z.B. das hepatozelluläre Karzinom oder cholangiozelluläre Karzinome sind seltener und in ihrer Behandlung oft komplexer, da diese Tumoren zumeist in vorerkrankter Leber (Leberzirrhose) entstehen und somit die Regenerationsfähigkeit dieser Lebern eingeschränkt ist. In besonderen Situationen kann hier nur noch die Lebertransplantation weiterhelfen, hierzu steht unser Zentrum in enger Beziehung mit dem Lebertransplantationszentrum Großhadern. Bei bestimmten Lokalisationen der Leberherde kann heutzutage mit modernen Techniken auch eine minimal-invasive Leberresektion erfolgen, hier kann das Zentrum auf eine große Expertise verweisen.

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen mein Team und ich gerne zur Verfügung.

Prof. Dr. Horst-Günter Rau
Chefarzt für Viszeral- und Thoraxchirurgie

Prof. Dr. Horst-Günter Rau

Chefarzt
Tel.: 08131 76 547
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