04.01.10
Der Einsatz eines künstlichen Gelenks, einer Endoprothese, gehört längst zu den Routineeingriffen in der Orthopädie. Nicht so im Fall der 67 Jahre alten Hermine Becker. Für sie war die Spezialanfertigung eines neuen Hüftgelenks nötig, bevor sie Sebastian Penner, Leitender Oberarzt der Abteilung Orthopädie im HELIOS Seehospital Sahlenburg, operieren konnte.
Nach einem Unfall in der Kindheit wurde bei der damals 15 jährigen Hermine Becker der Oberschenkelknochen operiert. Anschließend sei sie trotz gewisser Einschränkungen viele Jahre gut zurecht gekommen. Aber, so meint sie weiter, „Im Alter nahmen dann die Schmerzen immer mehr zu und irgendwann war es nicht mehr auszuhalten“.
Nach Beratung in verschiedenen Kliniken, die bei einer schweren Verformung des Oberschenkelknochens teilweise keine Operationsmöglichkeiten sahen oder eine Operation mit einer herkömmlichen Hüftendoprothese empfahlen, wandte sich die Cuxhavenerin schließlich an die Fachärzte des HELIOS Seehospitals Sahlenburg. Hier wurde nach eingehenden Voruntersuchungen einschließlich mehrdimensionaler Computertomographie klar, dass für Frau Becker ein sogenanntes Sonderimplantat, also ein individuell auf ihre Knochenstruktur angepasster Gelenkersatz, erforderlich wird.
Die Auswahl des Implantats, also die Entscheidung welche Endoprothese für den jeweiligen Patienten erforderlich ist, verlangt besonders bei Fällen wie Frau Becker die klinische Erfahrung des behandelnden Arztes.
„Der Einsatz einer solchen Prothese, in diesem Fall eine mehrteilige Schaftprothese mit speziell vorgebogenem Verankerungsteil, erfordert Präzision und handwerkliches Geschick des Operateurs“, so Oberarzt Sebastian Penner.
Inzwischen macht Frau Becker bei den täglichen Gehübungen rasche Fortschritte. Die Patientin und auch ihr Operateur sind mit dem bisher erreichten Ergebnis sehr zufrieden.
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