16.01.09
Der Rückenschmerz steht an erster Stelle der Volkskrankheiten. Verschiedenste Erkrankungen der Wirbelsäule bzw. Wirbelgelenke können Schmerzen verursachen und es gibt mittlerweile vielfältige Behandlungsmöglichkeiten. Eine davon ist die sogenannte Thermokoagulation mittels des Radio-Frequenz-Generators. Dazu werden in die Wirbelgelenke Nadelelektroden eingebracht und kontrolliert erwärmt. Das führt zu einer Verödung. Es können bis zu vier Gelenke gleichzeitig angeschlossen und behandelt werden. Die Wirkung für den Patienten ist unmittelbar spürbar, denn die Therapie führt zu einer raschen und oftmals andauernden Schmerzverminderung. Eine lokale oder allgemeine Narkose ist nicht notwendig, daher eignet sich das Verfahren auch für Patienten mit schweren Begleiterkrankungen.
Diese Behandlungsmethode wird im Rahmen der Multimodalen interdisziplinären Schmerztherapie im HELIOS Seehospital Sahlenburg eingesetzt. Hierbei handelt es sich um ein Behandlungskonzept, das alle Bereiche der Schmerzentstehung unter Beteiligung verschiedener Fachabteilungen umfasst. Nach genauer Diagnose und in Abhängigkeit der Schmerzursache wird für jeden Patienten ein individueller Behandlungsplan erstellt. Hierbei arbeiten Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Wirbelsäulenorthopäden eng zusammen und werden bei Patienten mit chronischem Schmerz von den Schmerztherapeuten und einer Psychologin unterstützt.
Ziel dieser umfangreichen Behandlungsmaßnahmen ist es, den Rückenschmerz wirkungsvoll zu behandeln bevor dieser chronisch wird, dabei so wenig wie möglich an Schmerzmedikamenten einzusetzen und die rasche Wiedereingliederung in den Alltag und das Berufsleben zu ermöglichen.
Damit kann vor allem Patienten geholfen werden, die die ambulanten Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft haben, aber bei denen noch keine absolute Notwendigkeit zu einer Operation besteht.
Pressekontakt: Ines Zahmel, HELIOS Seehospital Sahlenburg, Telefon: 04721/604-0 und 040/79006-553, E-Mail: ines.zahmel@helios-kliniken.de