17.08.09

Eine Woche lang waren 13 Mitglieder der Morbus Bechterew Selbsthilfegruppe aus Bad Krozingen im Südschwarzwald zu Gast im HELIOS Seehospital Sahlenburg. Im Mittelpunkt stand der Austausch über neue Behandlungsmethoden dieser chronisch entzündlichen rheumatischen Erkrankung mit Ärzten, Therapeuten und anderen Betroffenen
Die Gruppe war im klinikeigenen Gästehaus in unmittelbarer Strandnähe untergebracht. Auf dem Programm standen tägliche krankengymnastische Übungen und Ergotherapie, auch unter Anleitung von Therapeuten aus dem Seehospital. Die Leiterin der Physiotherapie, Claudia Buch, Melanie Wolf und Ergotherapeutin Beate Lübs demonstrierten das „Sahlenburger Konzept“ zur Behandlung der an M. Bechterew Erkrankten. Daneben lernte die Gruppe den Urlaubsort Cuxhaven mit Strand, Stadterkundung und Ausflügen in die Umgebung kennen. Ein gemeinsames Treffen mit der Cuxhavener Morbus Bechterew Selbsthilfegruppe war ein weiterer Programmpunkt in der abwechslungsreichen Woche. Ein Abend war für einen Vortrag des Chefarztes der Rheumatologie im HELIOS Seehospital Sahlenburg, Dr. Matthias Braun, über aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie des M. Bechterew reserviert. Leider wird diese entzündliche Wirbelsäulenerkrankung häufig immer noch zu spät diagnostiziert, wie Dr. Braun ausführte. Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich aber wesentlich verbessert seit es sogenannte monoklonale Antikörper (`Biologika´) zur Therapie gibt. „Das Entscheidende für den Langzeiterfolg ist jedoch die regelmässige eigene Krankengymnastik, auch hierbei leistet die Selbsthilfegruppe wichtige Motivationsförderung.“ erläuterte Dr. Braun. Die Gäste aus Bad Krozingen erlebten eine arbeitsreiche, aber auch erholsame Woche mit mancher Anregung für die Arbeit der eigenen Selbsthilfegruppe.
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Ines Zahmel
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