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23.09.08

Volkskrankheit Osteoporose - Symposium in Cuxhaven

„Mehr als fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Osteoporose.“, stellte Dr. med. Matthias Braun, Chefarzt der Abteilung für Rheumatologie und Osteologie im HELIOS Seehospital Sahlenburg, zu Beginn der Veranstaltung fest. Die Möglichkeiten, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, haben sich jedoch auf Grund von einheitlichen Leitlinien der verschiedenen Fachgruppen wesentlich verbessert. Der Einsatz neuer Medikamente senkt das Risiko eines Knochenbruchs um 50 Prozent. Dabei steht insbesondere die Vermeidung des Schenkelhalsbruchs als gefürchtete Komplikation im Vordergrund. Herr Ralf Henkens, Facharzt für Radiologie, stellte die verschiedenen Verfahren zur Knochen-dichtemessung vor, wobei die so genannte Dexa Messung die Methode der Wahl ist. Sie zeichnet sich durch eine höhere Präzision gegenüber der Röntgenaufnahme aus.

 

Im zweiten Teil des Symposiums standen durch Osteoporose verursachte Knochenbrüche und ihre chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Dr. Dagmar Puzicha, Chefärztin der Abteilung konservative und operative Orthopädie im HELIOS Seehospital Sahlenburg, stellte spezielle Methoden im Bereich der Extremitätenchirurgie vor, insbesondere die endoprothetische Versorgung an Hüft-, Knie- und Schultergelenk. Anschließend erläuterte der Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie, Dr. med. Ulrich Meister, die Behandlungs-verfahren bei Wirbelbrüchen. Schwerpunkt hierbei: Die Vertebroplastie, eine schonende und wirksame Operationsmethode zur Stabilisierung der Knochen-struktur. Bei der Vielzahl der operativen Behandlungsmöglichkeiten stellt erst die gezielte medikamentöse Behandlung, auch nach der Operation und längerfristig, den Erfolg der Therapie sicher, so der allgemeine Konsens. „Die enge Zusammenarbeit der Fachärzte in den Praxen und in den Kliniken ist für die Diagnosestellung und die Therapie wichtig für den Patienten. Das Symposium war ein wichtiger Schritt die Kooperation zu verbessern, letztlich zum Wohle der besseren Patientenversorgung.“, stellte Dr. med. Braun abschließend fest.

 

 

 

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Ines Zahmel

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