HELIOS St. Josefs-Hospital Bochum-Linden

Erfolgsgeschichten aus Bochum-Linden

Als Heinrich Marsner im Februar nach vier Monaten im Koma erstmals die Augen aufschlug, fragte er, wie lange es noch bis zum Weihnachtsfest sei. An die Zeit im Koma kann sich der 77-Jährige kaum erinnern. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich bereits auf der Weaning-Station im HELIOS St. Josefs-Hospital Bochum-Linden. „Dass sich ein Weaning-Patient nach dieser Erkrankung derart erholt und wieder ein Auto fahren kann, ist eine besonders positive Entwicklung“, sagt Dr. Andreas Kutscha, Chefarzt der Abteilung für Kardiologie, Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin. Unter Weaning versteht man ein medizinisches Verfahren, Patienten, die lange Zeit auf eine künstliche Beatmung angewiesen waren, davon zu entwöhnen.

 

Herzschwäche

 

Heinrich Marsner war Anfang November zur Behandlung seiner Schuppenflechte ins Krankenhaus gekommen. Wenige Tage später fiel der gebürtige Bochumer aufgrund einer Herzschwäche und schlafbezogenen Atmungsstörung ins Koma. Zweimal erlitt er in der Folge eine Lungenentzündung, drei Mal musste er reanimiert werden. „Dass ich heute wieder ein eigenständiges Leben führen kann, hat sich damals niemand vorstellen können“, sagt er. Auf der Weaning-Station in Bochum-Linden gelang ihm der Weg zurück ins Leben. „Ärzte, Pfleger und Physiotherapeuten haben mir ständig geholfen, wieder auf die Beine zu kommen“, erinnert sich der Rentner, der bis vor acht Jahren noch einen eigenen Elektrobetrieb führte. Logopäden halfen ihm, das Schlucken neu zu lernen.

 

Mobilisation

 

Bereits während des zweimonatigen Weanings wurde er auf der Station mobilisiert, lernte wieder Laufen, erst mit Hilfe des Pflegepersonals und der Physiotherapeuten, dann am Rollator und später ohne Unterstützung. Durch das tägliche Training während des Aufenthalts auf der Weaning-Station wurde seine Muskulatur langsam aufgebaut. „Herr Marsner war sehr motiviert und hat dadurch den Genesungsprozess unterstützt“, sagt Dr. Andreas Kutscha. Heinrich Marsner hat seine Ziele erreicht: die Wohnung im ersten Stock kann er problemlos erreichen und seinem Hobby, bei Spaziergängen die Landschaft erkunden, geht er auch wieder nach.

Weaning - Beatmungsentwöhnung

Die Zahl der Patienten, die aufgrund einer internistischen oder neurologischen Erkrankung bzw. nach einem operativen Eingriff über längere Zeit invasiv beatmet und somit intensivmedizinisch betreut werden müssen, hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Aus diesem Grund folgt der akuten intensivmedizinischen Betreuung häufig eine lange Phase der  Beatmungsentwöhnung.

Eine Besonderheit der Abteilung für Kardiologie, Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin im HELIOS St. Josefs-Hospital Bochum-Linden stellt die sogenannte Weaning-Station mit zwölf Betten dar. Hier werden Patienten nach Langzeitbeatmung langsam und besonders schonend daran gewöhnt,
selbstständig zu atmen. Damit dies gelingt, steht ein Team aus Ärzten,  intensivmedizinischem Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Logopäden, Psychologen und Sozialarbeitern zur Verfügung.

Mit unterschiedlichen Beatmungsgeräten können Patienten sowohl invasiv über einen Beatmungsschlauch (Tubus, Trachealkanüle) als auch nichtinvasiv über eine Maske beatmet werden. Letzteres stellt oftmals den letzten Schritt dar, bevor die Patienten wieder vollständig alleine atmen. Akut-Krankenhäuser aus der Umgebung verlegen Patienten zum Weaning nach Bochum-Linden.

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