06.07.10
Hochsommerliche Temperaturen - wonach sich die Einen schon lange gesehnt haben, kann für Andere schnell zur Gefahr werden. Gerade ältere Menschen verlieren bei den aktuellen Temperaturen schnell große Mengen an Flüssigkeit und wichtigen Mineralien. Entsprechend steigt der Anteil an Patienten, die mit Kreislaufproblemen, dehydriert oder kollabiert notfallmedizinisch behandelt werden müssen in diesen heißen Tagen kontinuierlich. Mediziner mahnen daher: trinken, trinken, trinken. Herz- und nierengesunde Menschen sollten täglich mindestens zwei Liter Wasser zu sich nehmen.
Wenn die Temperaturen Höchstwerte erreichen, reicht diese übliche Menge an Flüssigkeit nicht mehr aus. Der schnelle Flüssigkeitsverlust führt zu Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Schwindelgefühl, Muskelkrämpfen, Verdauungsstörungen bis hin zum Kreislaufkollaps. Daher sollten herz- und nierengesunde Menschen etwa das Zwei- bis Dreifache der sonst üblichen Menge trinken – und dies auch ohne Durstgefühl.
„In den letzten Tagen haben wir vermehrt Senioren behandelt, die mit Ver-wirrtheitszuständen, plötzlichem Blutdruckabfall oder Kreislaufkollaps einge-liefert wurden. Sie alle hatten zu wenig getrunken,“ berichtet Dr. med. Ralf Kötter, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin an der HELIOS St. Elisabeth Klinik Oberhausen. „Senioren haben häufig nicht dasselbe Durstempfinden wie jüngere Menschen“, so der Internist. Durch ein anderes Hitzeempfinden des Körpers reagiert dieser erst verzögert und nur sehr langsam mit kühlen-den Maßnahmen. Schwitzen und Durstempfinden treten daher erst verzögert auf.
„Senioren sollten sich an einen festen Trinkplan halten“, rät Dr. Kötter, „Gemüsebrühe hilft zudem den Kochsalzverlust auszugleichen. Auf alkoholische, koffein- oder zuckerhaltige Getränken sollte dagegen verzichtet werden.“ Um die Temperatur in der Wohnung niedrig zu halten, empfehlen die Experten Fenster nachts zu öffnen und am Tage möglichst alles geschlossen zu halten.
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