03.06.09
HELIOS Klinik Bleicherode macht Operationen noch sicherer
· Klinik setzt seit dem 1. April 2009 Checklisten bei allen Operationen ein
· Neues Sicherheitssystem führt Patienten durch den Operationsprozess und soll Komplikationen sowie Todesfälle verhindern
· Deutschlandweit verbindlich für alle HELIOS Kliniken
Bleicherode – Operieren nach Plan rettet Leben. HELIOS hat das früh erkannt: Seit dem 1. April 2009 sind daher Checklisten als Sicherheitssystem bei allen Operationen in HELIOS Kliniken Pflicht. Auch die HELIOS Klinik Bleicherode hat die Checklisten zu diesem Datum eingeführt. „Wir freuen uns sehr, unseren Operationspatienten eine noch höhere Sicherheit als bisher bieten zu können“ erklärt Gudrun Bartl, Verwaltungsleiterin der HELIOS Klinik Bleicherode. „Damit stärken wir auch unsere Position als Garant für Qualitätsmedizin in der Region.“ Und Dr. med. Hertha Ratayski, Chefärztin und Ärztliche Direktorin der Klinik, ergänzt: „Unsere Operationsvorbereitungen und -durchführungen liefen bereits auf qualitativ hohem Niveau. Die Checklisten eröffnen uns jetzt die Möglichkeit, die einzelnen Schritte vor und während der Operation noch systematischer zu prüfen. Dadurch optimieren wir unsere Behandlungsabläufe – mit bestmöglichen Ergebnissen für unsere Patienten.“
Zwei Checklisten sind in der HELIOS Klinik Bleicherode im Einsatz: Die Checkliste PRÄ dient der Einschätzung von Risiken, die bereits vor einer Operation bestehen. Das Risiko des Patienten wird interdisziplinär anhand von Vorerkrankungen, Befunden und Art der geplanten Operation eingeschätzt. Daraus leiten sich Vorgaben für die weitere Betreuung des Patienten ab. Die Checkliste PERI dient der Vermeidung von Behandlungsfehlern unmittelbar vor, während und direkt nach der Operation. Eine fehlende Patienteneinwilligung, falsch operierte Gliedmaßen oder im Körper vergessene Tupfer sollen damit verhindert werden.
Eine dritte Checkliste, die Checkliste POST, ist derzeit in der Entwicklung: Mit ihr wird der Patient nach der Operation engmaschig überwacht. Sie wird noch in diesem Jahr konzernweit in einer Testphase eingesetzt und soll ab 2010 verbindlich eingesetzt werden.
Den Nutzen von Checklisten belegt eine aktuelle Studie, erschienen im New England Journal of Medicine. Durch den Einsatz der von der Weltgesundheitsorganisation WHO entwickelten „Surgical Safety Checklist“ in acht Ländern konnte die Sterblichkeit von Patienten bei Operationen von 1,5 auf 0,8 Prozent gesenkt werden, die Komplikationsrate fiel von elf auf sieben Prozent. HELIOS war an der Entwicklung der Checkliste beteiligt. Bereits ab März 2008 setzte HELIOS als erste Klinikgruppe in Deutschland diese WHO-Checkliste in einer achtmonatigen Testphase ein. Mit großer Wirkung, denn Nutzen und Wirksamkeit dieses Instrumentes überzeugten alle beteiligten Ärzteteams. Experten der medizinischen Fachgruppen bei HELIOS passten die WHO-Checkliste an die hiesige Praxis an und entwickelten zusätzliche Instrumente, die den Patienten durch den Operationsprozess begleiten.
Die Wirksamkeit und den Erfolg der am 1. April angelaufenen Checklisteninitiative „Gemeinsam. Für mehr Sicherheit“ wird HELIOS fortlaufend überprüfen. Dazu nutzt die Klinikgruppe ihre so genannte RiskConsole, eine differenzierte Aufschlüsselung aller Haftpflichtfälle im Konzern.
Die HELIOS Klinik Bleicherode hat bereits im vergangenem Jahr in der Testphase der Kampagne mitgearbeitet. Seit 25. Mai können sich Mitarbeiter, Patienten und Besucher im Wartebereich der Prästationären Aufnahme der Klinik in einem kurzen Video über den Einsatz der Checkliste PERI informieren.
Die Wirksamkeit und den Erfolg der am 1. April konzertweit angelaufenen Checklisteninitiative „Gemeinsam. Für mehr Sicherheit“ wird bei HELIOS fortlaufend überprüft.
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 62 eigene Kliniken, darunter 43 Akutkrankenhäuser und 19 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Wuppertal, Schwerin und Krefeld nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 23 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Seniorenresidenzen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.
HELIOS versorgt jährlich 2 Millionen Patienten, davon 600.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt über insgesamt mehr als 18.000 Betten und beschäftigt rund 32.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2008 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius SE.
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Unternehmenskommunikation und Marketing
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