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Rheumatische Erkrankungen

Rheuma - was ist das?

Der Name Rheuma stammt aus der Medizin des griechischen Altertums. Es wird von "rheo", das heißt "ich fließe" abgeleitet und bezeichnet alle durch den Körper ziehenden Schmerzen.

 

Unter dem Begriff Rheuma werden im Volksmund verschiedene Erkrankungen zusammengefasst, wie zum Beispiel:

  • Entzündliche Gelenkerkrankungen
  • Verschleißerkrankungen von Gelenken und Wirbelsäule ("Arthrosen")
  • Stoffwechselerkrankungen des Knochens
  • Gelenkrheuma (Fachbegriff: primär chronische Polyarthritis) - das ist die eigentlich rheumatische Erkrankung, über welche im Folgenden informiert wird

 

Das Krankheitsbild

Anfänglich sind die Beschwerden vielseitig und uncharakteristisch. Die Patienten klagen über Muskelschmerzen und allgemeine Müdigkeit, Kältegefühl, Einschlafen bzw. Taubheit der Finger, starkes Schwitzen sowie Appetitlosigkeit und allgemeines Unwohlsein. Die Körpertemperatur kann erhöht sein. Einige Wochen später fühlen sich die Gelenke, besonders an den Händen, morgens steif an. Gleichzeitig schwellen oft die Fingergrund und -mittelgelenke an.

Die Krankheit verläuft in Schüben und kann auf die Hand-, Knie-, Ellenbogen-, Schulter und Sprunggelenke sowie die Gelenke des Fußes übergreifen und schließlich zu ihrer Versteifung führen. Eine Beteiligung innerer Organe wie Herz, Leber, Niere oder Lunge kommt bei den Sonderformen rheumatischer Erkrankungen vor. Die resignierende Einstellung der Patienten führt zu depressiven Verstimmungen.

 

Die Behandlung

Die Behandlung verfolgt drei Ziele:

  • Schmerzlinderung
  • Entzündungsbekämpfung
  • Vorbeugung bzw. Korrektur von Fehlstellungen der Gelenke

 

 

 

 

Akuttherapie

Im Entzündungsschub behandeln wir mit Medikamenten, welche die Entzündung wirksam dämpfen und die Schmerzen lindern. Dazu zählen die so genannten Nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Indometacin, Piroxicam und Diclofenac, aber auch Cortisonpräparate. Diese können Beschwerden sehr rasch bessern, wenn wir sie direkt in das betroffene Gelenk spritzen.

 

 

 

 

Basistherapie

Unter Basistherapie verstehen wir die Gabe langsam wirkender Präparate zur langfristigen Behandlung. Dazu setzen wir Medikamente, welche das aus den Fugen geratene Abwehrsystem dämpfen und weitere Wirkstoffe ein. Anders als die NSAR vermögen diese Substanzen den Krankheitsverlauf tatsächlich zu beeinflussen.

 

 

 

 

Physikalische Therapie

Die medikamentöse Behandlung wird durch eine geeignete Physiotherapie ergänzt. Sie umfasst aktive und passive Bewegungsübungen, Gymnastik, Fangopackungen, Bäder, Elektrotherapie, Massagen, Manualtherapie und Ultraschall. Die Gymnastik steht dabei im Vordergrund. Wer dem Schmerz nachgibt und seine Gelenke schonen will, hat den Kampf gegen die Erkrankung schon fast verloren.

 

Die grundsätzlichen Ziele sind:

  • Wiederherstellen und Erhalten der Gelenkfunktion
  • Verminderung des Muskelschwundes
  • Verbesserung der Muskelfunktion
  • Schmerzstillung bzw. -minderung 

 

 

 

 

Operative Behandlung

Es gibt zwei unterschiedliche therapeutische Ansätze zur operativen Behandlung des Gelenkrheumas:

  • Durch operative Entfernung der Gelenkschleimhaut in frühen Krankheitsstadien kann der fortschreitenden Gelenkzerstörung vorgebeugt werden.
  • Bei bereits hochgradig zerstörten Gelenken im späten Krankheitsstadium bleibt oft nur der künstliche Gelenkersatz bzw. Korrekturoperationen an Knochen, Muskeln, oder Sehnen.

 

 

Wenden Sie sich bitte bei allen Fragen vertrauensvoll an unser Behandlungs- und Pflegeteam.

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