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Kreuzband

In den letzten Jahren haben Bandverletzungen am Kniegelenk stark zugenommen. Ursache sind vor allem sportliche Betätigung und Stürze beim Fußball, Skilauf. Durch die Rotation beim Sturz kommt es häufig zu Kombinationsverletzungen wie Innenbandriss, Verletzung der Meniskusstrukturen und Überdehnung bzw. Rissbildung des vorderen Kreuzbandes. Das vordere Kreuzband ist ein wichtiger Stabilisator des Kniegelenkes. Ist das Kreuzband gerissen, wird das Kniegelenk instabil. Der Patient klagt dann über ein Unsicherheitsgefühl, über ein "Weggehen" oder "Aushängen" des Kniegelenkes. Auch eine gut trainierte Muskulatur kann diese Instabilität nur teilweise ausgleichen. Weitere Schädigungen am Kniegelenk treten dann ein; dies ist der Beginn einer Arthrose. Aus diesem Grund sollten instabile Kniegelenke frühzeitig operativ stabilisiert werden, besonders bei jüngeren sportlichen Patienten.

 

Operationstechnik

 

Das Ziel der Operation ist es, das Gelenk wieder zu stabilisieren, um Folgeschäden an Meniskus und Gelenkknorpel zu vermeiden. In Einzelfällen kann eine Bandnaht durchgeführt werden. Fast immer muss der Kreuzbandersatz aber mit körpereigenem Material vorgenommen werden; man nimmt den mittleren Teil der Kniescheibensehne oder Sehnenanteile eines Oberschenkelmuskels. Versuche mit "künstlichen" Bändern haben sich nicht bewährt. Die moderne Kreuzbandoperation wird heutzutage mit der Kniegelenksspiegelung zusammen durchgeführt.

 

Nachbehandlung

 

Durch moderne Operationsverfahren kann die Ruhigstellung und Entlastungszeit kurz gehalten werden. Zur Abschwellung des Gelenkes für die ersten Tage nach der Operation wird das Bein hochgelagert und mit Eis gekühlt. In dieser Zeit findet Ruhigstellung mit Klettverschlussschiene statt. Beginn der krankengymnastischen Übungsbehandlung (Lymphdrainage, Bewegungsübungen) ab 3. bis 5. Tag nach der Operation, dann auch Einsatz der Motorschiene. In den ersten zwei Wochen Teilbelastung erlaubt. Möglicherweise entstehende Reizergüsse werden abpunktiert. Am Ende der 6. Woche ist im Allgemeinen eine freie Beweglichkeit bei erlaubter Vollbelastung des operierten Kniegelenkes möglich.

 

Ergebnisse

 

Schreibtischarbeit kann nach Kreuzbandoperationen nach 3 Wochen wieder vorgenommen werden. Bei schwerer körperlicher Arbeit ist die Arbeitsunfähigkeit für ca. 10 Wochen anzunehmen. Nach Kreuzbandoperationen finden sich in über 80 % der Fälle gute bis sehr gute Ergebnisse. Die Patienten können ihre Sportarten wieder weitgehend ausüben. Kontakt- und Kampfsportarten, wie Fußball oder Handball, sind aber zu meiden. Die Resultate sind abhängig von der Mitarbeit und Zuverlässigkeit des Patienten und der durchgeführten intensiven Nachbehandlung mit entsprechendem Muskelaufbautraining. Negativ wirken sich jedoch ausgeprägte Knorpelschäden und Meniskusverletzungen aus.

 

Komplikationen

 

Die Komplikationen bei arthroskopischen Eingriffen sind sehr gering. Vor allem Infektionen und tiefe Beinvenenthrombosen werden nur selten beobachtet. Nach Kreuzbandoperationen kann es in wenigen Fällen im Gelenk zu Verwachsungen kommen, die die Beweglichkeit einschränken. Diese Verwachsungen müssen dann arthroskopisch in einem zweiten Schritt entfernt werden. In seltenen Fällen können auch die verwendeten Schrauben Beschwerden verursachen. Sie werden dann operativ entfernt. Eine Restinstabilität kann nach Kreuzbandoperation verbleiben. Über Einzelheiten zur Operation und zu den Komplikationen werden Sie in einem persönlichen Aufklärungsgespräch informiert.

 

 

Wenden Sie sich bitte bei allen Fragen vertrauensvoll an unser Behandlungs- und Pflegeteam.

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So erreichen Sie uns

HELIOS Klinik Blankenhain

Chefarzt Orthopädie/Unfallchirurgie
Dr. med. Horst Gellner

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