Verschiedene Erkrankungen und Verletzungen der Hand können einen chirurgischen Eingriff erforderlich machen. Die meisten dieser Eingriffe werden ambulant durchgeführt. Das bedeutet, dass man noch am Operationstag nach kurzer Nachbeobachtung Krankenhaus oder Praxis verlassen kann. Die bevorzugte Betäubungsmethode zur schmerzfreien Durchführung der Handoperation besteht in der Betäubung des Armes in Höhe der Achsel (Plexusanästhesie). Auch nach einer Vollnarkose ist die Entlassung nach Hause noch am gleichen Tag möglich. Für manche kleinere Eingriffe genügt eine örtliche Betäubung z. B. eines Fingers. Die notwendigen Voruntersuchungen und die Weiterbehandlung nach der Operation werden mitunter in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt durchgeführt.
Das Karpaltunnelsyndrom entsteht durch eine Nerveneinengung am Handgelenk. Es kommt zu einer Druckschädigung des Mittelnerven (lateinisch Nervus medianus), der für die Gefühlsempfindung im Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger zuständig ist. Typische Beschwerden sind Einschlafen und Schwellungsgefühl der Hand, besonders nachts und in den frühen Morgenstunden. Schmerzen können bis in die Schulter ausstrahlen, so dass eine Verwechslung mit Halswirbelsäulenbeschwerden möglich ist. Schwäche und Gefühlsstörung führen dazu, dass Gegenstände aus der Hand fallen. Ein ständiges Taubheitsgefühl der Finger oder eine Verschmächtigung des Daumenballenmuskels sind Zeichen für eine schon fortgeschrittene Schädigung des Nerven. Bei Verdacht auf ein Karpaltunnelsyndrom sollte eine Messung der Nervenleitung durch einen Nervenarzt durchgeführt werden.
Im Anfangsstadium können die Beschwerden durch Tragen einer Nachtschiene gelindert werden. Bei fortschreitender Druckschädigung muss operiert werden, um einen bleibenden Nervenschaden zu verhindern. Bei der Operation wird ein Band, das über dem Nerven verläuft, durchtrennt und, falls nötig, der Nerv aus Verwachsungen gelöst. Die Heilungsdauer hängt davon ab, wie stark der Nerv vor der Operation geschädigt war und wie gut seine Erholungsfähigkeit ist.
Zu diesem Krankheitsbild kommt es, wenn die Beugesehne eines Fingers in ihrer Beweglichkeit behindert ist. Die typische Stelle für die Behinderung liegt in der Handfläche in Nähe des Fingeransatzes, wo die Sehne durch ein querverlaufendes Band in ihrem Lager festgehalten wird. Bei Beugung des Fingers bleibt die Sehne hängen, und der Finger kann nur mit Krafteinsatz wieder gestreckt werden. Dabei kommt es zu einem charakteristischen Schnappen oder Schnellen des Fingers. In manchen Fällen tritt das Schnellen nicht auf, sondern nur eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung.
Durch Ruhigstellung, Behandlung mit Salben oder Cortisoninjektionen kann in der Regel keine dauerhafte Besserung erreicht werden. Um die Ursache der Beschwerden zu beseitigen, wird operativ das querverlaufende Band durchtrennt, so dass die Sehne sich wieder frei bewegen kann. Dafür genügt ein Schnitt von ca. 2 cm Länge. Nach der Operation muss der Finger regelmäßig bewegt werden, um einer Sehnenverwachsung vorzubeugen. Schnellender Finger Behandlung
Es handelt sich um eine Erkrankung der Faserzüge in der Handfläche. Durch eine knotige, narbenähnliche Veränderung dieser Fasern kommt es dazu, dass ein oder mehrere Finger nicht mehr gestreckt werden können. Die Krankheit verläuft in Schüben und ist meistens nicht schmerzhaft.
Solange die knotigen Verhärtungen in der Hand die Bewegung nicht einschränken und keine Schmerzen verursachen, ist keine Behandlung erforderlich. Erst wenn es zu einer Versteifung der Finger in Beugestellung kommt, werden über geeignete, meist zickzackförmige Hautschnitte die veränderten Fasern entfernt. Da die Haut oft fest mit den Strängen verwachsen ist, kann die Wundheilung länger dauern. Nach der Operation sind regelmäßige Bewegungsübungen notwendig, um eine erneute Versteifung der Finger durch die Operationsnarben zu vermeiden.
Wenden Sie sich bitte bei allen Fragen vertrauensvoll an unser Behandlungs- und Pflegeteam.