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Arthrose Kniegelenk

Bei der Arthrose des Kniegelenkes (= Gonarthrose) liegen degenerative Gelenkknorpelveränderungen vor. Nachfolgend kommt es zu Veränderungen des Kapsel- und Bandapparates, der knöchernen Gelenkanteile und der Muskulatur. Degenerative Veränderungen sind am besten mit vorzeitigen Verschleißerkrankungen zu beschreiben.

 

Beschwerdebild 
  • Starke Schmerzen bei Belastung und später auch in Ruhe
  • Schwellung und Bewegungseinschränkung des Kniegelenkes
  • Fehlstellung (O- oder X-Bein)
  • Unsicherheitsgefühl im Kniegelenk
  • Verspannungen der Muskulatur oder Muskelschwäche

 

Untersuchungsmethoden

Die knöchernen Veränderungen des Kniegelenkes werden durch Röntgenuntersuchungen erfasst und die Achsverhältnisse mit einer Röntgen-Ganzbein-Aufnahme geprüft. In einigen Fällen ist es erforderlich, weitere Untersuchungen zur abgesicherten Diagnose durchzuführen. Dazu gehören die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) oder computergestützte, bildgebende Untersuchungen.

 

Behandlung durch Gelenkersatz

Ist die Gonarthrose fortgeschritten, wird mit dem Patienten der operative Ersatz durch ein künstliches Gelenk (Endoprothese) besprochen. Bei dieser Operation werden die zerstörte Gelenkknorpeloberfläche, die Meniskusstrukturen und das vordere Kreuzband entfernt. In Abhängigkeit des Zerstörungsgrades des Kniegelenkes kommen verschiedene Prothesenformen zum Einsatz. Es kann dabei eine zementfreie als auch zementierte Verankerung der Prothese im Knochen gewählt werden.

 

Stationäre Behandlung

Vor der Operation bespricht der zuständige Arzt ausführlich den durchzuführenden Eingriff. Außerdem wird der Patient vom Anästhesisten vor der Operation über alle Fragen und Anästhesieverfahren aufgeklärt. Nach dem Eingriff kommt es etappenweise zur Mobilisation. Zuerst werden Spannungsübungen und Übungen auf der elektrischen Bewegungsschiene durchgeführt; auch kurzes Aufstehen ohne Belastung ist erlaubt. Danach werden die ersten Schritte mit Unterstützung des Physiotherapeuten vorgenommen. Nach 14 Tagen kann der Patient aus stationärer Behandlung entlassen werden; im Allgemeinen findet eine stationäre Anschlussheilbehandlung (Rehabilitation) zur Festigung des Operationserfolges statt. So lange keine volle Mobilität erreicht ist, werden eine medikamentöse Thromboseprophylaxe und zusätzlich das Tragen von Thrombosestrümpfen angeordnet. Insgesamt sollte der Patient 6 bis 8 Wochen zwei Unterarmstützen benutzen, um das operierte Bein noch zu entlasten.

 

Erfolgsaussichten

Die Haltbarkeit eines künstlichen Gelenkes hängt wesentlich davon ab, wie der Patient mit seiner Endoprothese umgeht. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre bietet der Ersatz des Kniegelenkes gute Erfolgsaussichten. Die durchschnittliche Haltbarkeit einer Prothese im Kniegelenk wird mit 8 bis 12 Jahren angegeben. Die Implantation eines künstlichen Kniegelenkes beseitigt oder lindert die Schmerzen, verbessert die Beweglichkeit und stellt wieder eine altersgerechte Belastbarkeit her. 

 

Wenden Sie sich bitte bei allen Fragen vertrauensvoll an unser Team von Ärzten und Betreuungspersonal

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HELIOS Klinik Blankenhain

Chefarzt Orthopädie/Unfallchirurgie
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