26.11.09
Dialyseshuntchirurgie – so sperrig das Wort, so lebenswichtig ist diese Behandlung für jene Menschen, die sich einer Langzeitdialyse unterziehen müssen.
Die HELIOS Klinik Blankenhain und Dr. Thomas Röder, Chefarzt des dortigen Zentrums für Dialyseshuntchirurgie, fühlen sich diesen Patientinnen und Patienten in besonderer Weise verpflichtet. Verbreitung und Entwicklung der speziellen Fachkompetenz bilden dabei besondere Schwerpunkte: Die Referentenliste des 2. Symposiums Dialyseshuntchirurgie am Samstag vereint Kapazitäten aus dem gesamten Bundesgebiet. Auch die hohe Zahl von Anmeldungen als Zuhörer spricht für sich: „Schon jetzt zeichnet sich eine Teilnehmerzahl von mindestens 100 Fachleuten ab“, so Kliniksprecher Bernd Lindig.
Für regelmäßige Dialysesitzungen muss ein Blutgefäß mit hohem Volumen zur Verfügung stehen. Da es ein solch widerstandsfähiges und großes Gefäß an erreichbaren Stellen des menschlichen Körpers nicht gibt, erzeugt der Chirurg dieses künstlich, indem er zumeist eine Armvene mit einer benachbarten Arterie verbindet und so einen Kurzschluss (englisch „Shunt“) schafft.
„Die Dialyseshuntchirurgie ist die Chirurgie der kleinen Schnitte aber alles andere als kleine Chirurgie“, bemerkt Dr. Röder. „Schonendes Vorgehen, technische Präzision und eine vorausschauende Planung gemeinsam mit den Patienten sind entscheidend für den langfristigen Erfolg.“
Die Dialyseshuntchirugie gehört seit 2007 zu den Spezialgebieten der HELIOS Klinik Blankenhain. Im Jahre 2008 wurden im Blankenhainer Zentrum 246 Patientinnen und Patienten operativ versorgt. Das Angebot wird systematisch ausgebaut.