HELIOS Klinikum Emil von Behring

Personalisierte Medizin

Abbildung: Gefundene Mutation bei Lungentumoren. Am häufigsten konnten Mutationen im TP53 Gen beobachtet werden, gefolgt von Mutationen in KRAS.

Der Therapie des Lungenkarzinoms hat in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht.

Neben der Optimierung der therapiebegleitenden Maßnahmen ist die sogenannte personalisierte Therapie in den Fokus der Patienten und Behandler gerückt.

Hierunter versteht man, dass der Tumor wahrscheinlich so individuell ist wie der Patient selbst und die Ärzte versuchen müssen, die individuellen Eigenschaften des Tumors zu verstehen.

Eine Methode, die im Institut für Gewebediagnostik für das Lungenkrebszentrum der Lungenklinik Heckeshorn am HELIOS Klinikum Emil von Behring hierfür durchgeführt wird ist die Gensequenzierung.

 

Bei der Gensequenzierung wird die Erbinformation aus den Tumorzellen nach Veränderungen durchsucht, die eine personalisierte Therapie ermöglichen.

Ein bekanntes Beispiel ist eine Veränderung in einem Genbereich der einen Rezeptor verschlüsselt (EGF-Rezeptor). Ist diese Veränderung oder Mutation vorhanden, dann ist eine Tumortherapie mit Tabletten möglich. Diese ist nicht nur deutlich schonender, sondern initial auch deutlich erfolgreicher als z.B. eine Infusionschemotherapie.

Obwohl wir wissen, dass weniger als 5 Prozent der Tumore unserer Patienten diese Veränderung haben (siehe Publikation von Boch) testen wir alle drüsigen Tumore unserer Patienten vor Therapiebeginn. Aber selbst, wenn diese Veränderung nicht vorhanden ist, hat das Lungenkrebszentrum der Lungenklinik Heckeshorn und das Institut für Gewebemedizin noch weitere Möglichkeiten eine individuelle Lösung zu finden, wie zum Beispiel die Immuntherapie.



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