HELIOS Klinikum Emil von Behring

Radioonkologie

Die Strahlentherapie (Synonym: Radioonkologie) bildet zusammen mit der operativen und chemotherapeutischen Behandlung die drei Säulen der Tumortherapie.


In Abhängigkeit der Erkrankung kann die Bestrahlung entweder allein oder in Kombination mit anderen Verfahren eingesetzt werden. Wir legen größten Wert auf medizinische Qualitäts- und Servicestandards unter dem Motto "sicher & individuell". Ärztliche Kompetenz ist in unserem Team eng verzahnt mit der Erfahrung speziell ausgebildeter Medizinphysiker, Medizinisch-Technischer Radiologischer Assistenen (MTRA) und dem Fachpflegepersonal.


Welche Therapie angebracht ist, beraten wir regelmäßig in interdisziplinären Tumorkonsilen, an dem auch niedergelassene Kollegen teilnehmen können. Hierbei wird gemeinsam mit dem Patienten über die für ihn optimale Behandlung entschieden. Vor- und Nachsorge werden in enger Kooperation mit niedergelassenen Kollegen durchgeführt. Hier betonen wir ausdrücklich eine offene Kommunikation zwischen Arztpraxis und Klinik.


Der Kliniksozialdienst spielt eine wichtige Rolle. Er ist eine Beratungsstelle für Patienten und Angehörige. Der Kliniksozialdienst berät unter anderem im Bezug auf die Medizinische Rehabilitation (z.B. Anschlussheilbehandlung), Möglichkeiten der häuslichen Versorgung, finanzielle Hilfsmöglichkeiten oder bei sozialversicherungsrechtlichen Angelegenheiten (z.B. Rentenversicherung), aber er unterstützt Sie auch bei persönlichen und familiären Konflikten im Zusammenhang mit Ihrer Erkrankung.


Die schnelle Entwicklung der Computertechnik ermöglicht heute eine Strahlenbehandlung mit nie da gewesener Präzision und Effizienz. Die Strahlentherapie verfügt über modernste Medizintechnik für unterschiedliche Anwendungen. Damit können wir an Tumoren erkrankte Patienten optimal therapieren: Tumore werden individuell auf jeden Patienten abgestimmt exakt bestrahlt, das umliegende Gewebe wird geschont.


Mit dem technischen Fortschritt einher gingen neue Erkenntnisse aus der medizinischen Forschung. Sie führten zu einem weiteren deutlichen Anstieg der Behandlungserfolge. So haben sich vor allem Kombinationen aus Operation, Strahlen- und Chemotherapie als außerordentlich erfolgreich erwiesen.


Nur ein Beispiel: Bei Enddarmkrebspatienten mit operablen Tumoren kann mit einer Vorbestrahlung die Zahl jener Patienten in etwa verdoppelt werden, denen ein künstlicher Darmausgang erspart bleibt.


Wir wissen aber, dass trotz aller Verbesserungen in der Strahlenbehandlung viele Menschen immer noch Angst vor dieser wirksamen Behandlungsmethode haben: Strahlen sieht man nicht, und alles Unsichtbare erscheint einem unheimlich. Doch Strahlen kann man messen, man kann sie mit physikalischen Methoden genau planen und auch präzise beschreiben, man kann sie dosieren, man kann sie lenken und leiten. Sie sind wie eine unsichtbare Messsonde oder ein unsichtbares Skalpell, das in der Hand des Mediziners zu einem starken Verbündeten im Kampf gegen bösartige Erkrankungen wird.
 

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Dr. med. Lutz Moser

Chefarzt
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