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23.11.11

Psyche und Körper: Wie hängen Depression und Schmerz zusammen?

Teil der Behandlung ist die Gesprächstherapie


  • „Patientenakademie“ im HELIOS Klinikum Emil von Behring am 1. Dezember 2011

 

Leer, hoffungslos, ängstlich und von Selbstzweifeln geplagt fühlen sich Menschen mit Depressionen. Bundesweit leiden rund vier Millionen daran. Die seelische Erkrankung sensibilisiert häufig auch das Schmerzempfinden, weshalb Depressionen auch oft von Kopf-, Glieder- oder Rückenbeschwerden begleitet werden. In anderen Fällen kann aus schweren Krankheiten wie Krebs, Rheuma oder entzündlichen Darmerkrankungen eine Hoffnungslosigkeit folgen, die in eine Depression mündet.

Welcher Zusammenhang zwischen dem psychischen Befinden und damit einhergehenden Schmerzen besteht, darüber informiert Dr. med. Dipl. – Psych. Helmut Albrecht, langjähriger Chefarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, am Donnerstag, 1. Dezember im Rahmen der Veranstaltungsreihe Patientenakademie im HELIOS Klinikum Emil  von Behring.

 

 

Bei einer  Depression ist das Befinden nicht nur vorübergehend gestört. Depressive Menschen fühlen sich wiederholt ohnmächtig und sehen keinen Ausweg – sie leiden an Ängsten, Energieverlust, Konzentrationsmangel, Schlafstörungen, Minderwertigkeitsgefühlen oder innerer Unruhe.

Depressionen verändern unter anderem den Stoffwechsel im Gehirn. So ist beispielsweise bei einem Mangel an Botenstoffen die Verbindung der Nervenzellen untereinander beeinträchtigt. Folge davon: Antrieb, Gefühlsvielfalt, Handlungsfähigkeit und Denken sind eingeschränkt.

 

Ebenso können lang andauernder negativer Stress mit einem ständig erhöhten Spiegel an Cortisol (körpereigenes Stresshormon) im Blut, mit dauernder Arbeitsüberlastung ohne entsprechende Anerkennung, Termindruck oder familiären Konflikten in eine Erschöpfungsdepression münden. Auch hier geraten Schlaf und Appetit durcheinander, das Denken verändert sich, Ängste nehmen zu.

Besonders selbstkritische Menschen, deren Perfektionsstreben sie ständig zu extremen Leistungen antreibt, und die daher innerlich permanent unter Druck stehen, sind anfällig für Depressionen.

 

 

Biochemische Prozesse im Gehirn allein reichen jedoch nicht aus, um zu verstehen, wie sich eine Depression entwickelt. Vielmehr hat sie mit der gesamten Existenz und Lebenswelt eines Menschen zu tun, Gefühle, Erlebnisse, Gewohnheiten und Lebensbedingungen beeinflussen ihrerseits den Gehirnstoffwechsel. Nicht selten verstecken sich hinter körperlichen Beschwerden Depressionen. Daher ist es wichtig, beispielsweise bei Rückenschmerzen nicht allein körperliche Auslöser zu suchen.

 

Primär körperliche Erkrankungen wie Krebs oder Entzündungen können ebenfalls zu Depressionen führen. Andererseits beeinflussen Depressionen den Organismus. Sie begünstigen Diabetes und Herzinfarkt und steigern die Schmerzempfindlichkeit.

 

 

 

Betroffene, deren Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen, sich über den Zusammenhang von Depression und Schmerzen zu informieren:

Der Spezialist für psychische Erkrankungen und chronische Rückenschmerzen, Dr. med. Dipl.-Psych. Helmut Albrecht, Chefarzt der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie im HELIOS Klinikum Emil von Behring, informiert in seinem Vortrag „Psyche und Körper: Wie hängen Depression und Schmerz zusammen?“ über die Zusammenhänge und steht als Ansprechpartner am Ende der Veranstaltung gerne für Fragen zur Verfügung.

 

Veranstaltungszeit: Donnerstag, 1. Dezember 2011, 18 Uhr

Veranstaltungsort: Hörsaal Haus E, HELIOS Klinikum Emil von Behring

 


 

Die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie bietet Einzel- und Gruppentherapien an. Teil des umfassenden, multimodalen Behandlungskonzepts sind neben Psychotherapie -Gesprächen, Physiotherapie, Entspannungsübungen, Kreativtherapien, Schmerzlinderung und Angsttraining. Neben einer stationären Behandlung bietet die Klinik auch Plätze in der Tagesklinik an.

 

 

Klinikkontakt:
HELIOS Klinikum Emil von Behring

Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Walterhöferstr. 11, 14165 Berlin

Chefarzt: Dr. med. Dipl.-Psych. Helmut Albrecht

Telefon: (030) 81 02–14 74

Telefax: (030) 81 02 – 14 44

Email: christine.gruchot@helios-kliniken.de

www.helios-kliniken.de/berlin-behring

 

 

Nächste Patientenakademie:

 

Donnerstag, 15. Dezember 2011, 18.00 bis 19.30 Uhr

Strahlen helfen heilen – moderne Strahlentherapie bei Krebs

 

Chefarztvortrag mit anschließender Führung durch die HELIOS Strahlenklinik Berlin mit Prof. Dr. med. Robert Krempien, Chefarzt der HELIOS Strahlenklinik Berlin.

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 64 eigene Kliniken, darunter 44 Akutkrankenhäuser und 20 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 30 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.
 

HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 650.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 19.000 Betten und beschäftigt über 34.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. 

 

 

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