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24.11.11

Husten, Schnupfen, Heiserkeit - wann muss ein Kind zum Arzt?

Priv.-Doz. Dr. med. Michael Barker, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im HELIOS Klinikum Emil von Behring

Mit dem nasskalten Herbstwetter beginnt für Kinder in Schulen und Kindergärten die Zeit der Erkältungen. In der Mehrzahl harmlos, können sich jedoch aus Husten und Schnupfen rasch eine fieberhafte Bronchitis oder sogar eine Lungenentzündung entwickeln. Auf welche Warnzeichen Eltern bei ihren Kindern achten sollten und wann eine kinderärztliche Behandlung anzuraten ist, darauf weist der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im HELIOS Klinikum Emil von Behring, Priv.-Doz. Dr. med. Michael Barker, hin.

 

Über die Atemwege kommen Kinder täglich mit zahlreichen Krankheitserregern in Kontakt - vor allem Viruspartikel werden per Tröpfcheninfektion beim Husten und Niesen übertragen. In den oberen Atemwegen (Nasen- und Rachenraum) bilden sich Entzündungen, die meist zu einer laufenden Nase, leichten Halsschmerzen und trockenem Reizhusten führen. Bei einer Bronchitis betrifft die Entzündung jedoch auch die Luftröhre und ihre weiteren Verästelungen in der Lunge, die Bronchien. Dies führt zu einer hörbaren Schleimbildung und feuchtem Husten, da die empfindliche Schleimhaut anschwillt und vermehrt Flüssigkeit bildet, um Erreger und geschädigtes Gewebe abzustoßen.

 

Husten ist demnach ein sinnvoller Mechanismus, der bei Kindern nicht medikamentös unterdrückt werden sollte. „Wir raten Eltern auch vom Gebrauch ätherischer Öle ab, da diese die zarten Schleimhäute noch zusätzlich reizen und bei Bronchitis keine zuverlässige Wirkung zeigen“, betont Priv.-Doz. Dr. med. Michael Barker, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im HELIOS Klinikum Emil von Behring. Meist gehen erhöhte Temperatur, Appetitmangel und Schlafstörung innerhalb weniger Tage zurück, und die Bronchitis heilt mit nachlassendem Husten in ein bis zwei Wochen komplett aus. „Halten die Symptome länger an, ist ein Arztbesuch dringend empfohlen, um Komplikationen zu erkennen und einer chronischen Entzündung der Bronchien vorzubeugen“, rät der Chefarzt, der sich als Kinderpneumologe auf Atemwegserkrankungen spezialisiert hat.

 

Bei der Lungenentzündung befallen die Krankheitserreger dagegen nicht nur die Bronchien, sondern auch die zarten Lungenbläschen und das umgebende Gewebe. Diese sogenannte Pneumonie führt bei Kindern zu einer angestrengten und beschleunigten Atmung und zu einer deutlichen Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens mit Fieber sowie Trinkschwäche. Husten und hörbares Rasseln beim Atmen sind häufige Begleiterscheinungen. „Kinder mit Verdacht auf eine Lungenentzündung sollten schnellstmöglich medizinisch versorgt werden, um das Ausmaß der Erkrankung und Komplikationen wie Sauerstoff- oder Flüssigkeitsmangel zu erkennen“, erklärt der Kinderarzt.

 

Plötzliche Atemnot kann außer bei akuten Infektionen auch im Rahmen von allergischen Reaktionen oder bei versehentlichem Einatmen von Fremdkörpern auftreten. Bei anhaltenden Atembeschwerden oder akuter Luftnot sollte umgehend medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

 

„Für alle kindlichen Notfälle verfügt unsere Klinik über eine spezielle 24-Stunden-Kindernotfallambulanz. Dort bieten wir rund um die Uhr schnelle diagnostische und medizinische Hilfe für unsere kleinen Patienten an“, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Michael Barker. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, daher sind rund um die Uhr ein spezialisierter Kinderarzt sowie eine Kinderkrankenschwester anwesend, die sich optimal um die Bedürfnisse der jungen Patienten kümmern. Die Kindernotfallambulanz ist über die 24-Stunden-Hotline (030) 81 02-64 970 Tag und Nacht erreichbar.

 

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 64 eigene Kliniken, darunter 44 Akutkrankenhäuser und 20 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 30 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.

HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 650.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 19.000 Betten und beschäftigt über 34.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,5  Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

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HELIOS Klinikum Emil von Behring

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Chefarzt: Priv.-Doz. Dr. med. Michael Barker

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24-Stunden-Kindernotfallambulanz: (030) 81 02-64 970

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