HELIOS Klinikum Emil von Behring

Das Poland- und das Amazonensyndrom

Bei dem Poland-Syndrom handelt es sich um einen Sonderfall einer genetisch bedingten Fehlbildung.

Dabei fehlt eine Brust mitsamt dem darunter liegenden Brustmuskel vollständig. Gelegentlich ist es mit einer zusätzlichen Fehlbildung der Finger verbunden.

 

Die Amastie oder Athelie, auch Amazonensyndrom genannt, bezeichnet anlagebedingte, häufig einseitige Fehlbildungen, die schon im Kindesalter, spätestens aber in der Pubertät auffallen. Hierbei ist lediglich die Brustdrüse oder auch die Brustwarze betroffen, die Muskulatur ist intakt. Dies ist der entscheidende Unterschied zum Poland-Syndrom. 

 

Die Behandlung besteht wie beim Poland-Syndrom aus einem Volumenausgleich, entweder mit Eigenfetttransplantation oder mit Implantaten. Die Brustwarze kann – falls gewünscht – chirurgisch wieder hergestellt werden. Eine medizinische Tätowierung kann ergänzend erfolgen.

 

Diese Krankheitsbilder führen häufig zu einer schweren emotionalen Belastung der betroffenen Mädchen, da sich die Asymmetrie nur schlecht verbergen lässt. Um der psychischen und physischen Entwicklung der jungen Patientinnen nicht zu schaden, ist in diesen Sonderfällen oft eine Operation vor dem Erwachsenenalter zu empfehlen.

 

Wir beraten Sie gerne in Begleitung eines Elternteils / Erziehungsberechtigten im Rahmen unserer Sprechstunde.

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