HELIOS Klinikum Emil von Behring

Tumore / Metastasen der Wirbelsäule

Tumore oder Metastasen im Bereich der Wirbelsäule führen häufig zu Destruktion und zu einer folgenden Instabilität. Die operative Vorgehensweise hängt von der Art des Tumors, der Überlebensprognose, dem Auftreten von neurologischen Defiziten (Lähmungen, Taubheitsgefühle) und der Lebensqualität (Mobilität, Schmerzen) des Patienten ab.

 

Bei einer einzeln vorkommenden Metastase oder einem Primärtumor in einem Wirbelkörper ist die Entfernung des Tumors / Wirbelkörpers, der folgende Defektersatz und Stabilisierung eine mögliche operative OP-Strategie. Sollte der Tumor mehrere Wirbelkörper bzw. weitere Organe befallen haben und ist das Auftreten von neurologischen Defiziten zu erwarten oder vorhanden, so kann eine Tumorverkleinerung, eine Dekompression des Spinalkanales (Nerven-/ Rückenmark-Freilegung) durchgeführt werden. Auch hier ist es notwendig, die Wirbelsäule zu stabilisieren.

Diese Stabilisierungsoperation ist in den meisten Fällen über ein minimalinvasives Vorgehen (perkutan) möglich.  

 

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Onkologen, Pathologen und Strahlentherapeuten ist hier essentiell und wird vollends gewährleistet.

In der oberen Reihe sieht man eine tumoröse Zerstörung des 7. Halswirbels mit Fehlstellung der HWS

In der oberen Reihe sieht man eine tumoröse Zerstörung des 7. Halswirbels mit Fehlstellung der HWS
In der 2. Reihe die operative Versorgung mit Ersatz des zerstörten Wirbelkörpers und nach zusätzlicher Stabilisierung von hinten (dorsal)
 

Der Tumor hat das Rückenmark nahezu völlig verdrängt. Der befallene Wirbel wird anteilig entfernt, um dem Rückenmark wieder Raum zu geben (von vorn oder von hinten). Die Stabilisierung und Wiederaufrichtung erfolgt mit einem Schrauben-Stab-System von dorsal (hinten).

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Priv.-Doz. Dr. med. Stephan W. Tohtz

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Dr. med. Christian Groß

Leitender Oberarzt, Leitender Arzt Schwerpunkt Wirbelsäule
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