HELIOS Klinikum Emil von Behring

Ellenbogenfrakturen

Der Ellenbogen ist ein komplexes Gelenk zwischen dem Oberarmknochen sowie Elle und Speiche. Brüche des Ellenbogens können somit einen dieser Knochen betreffen, möglich sind aber auch Verletzungen bei dem mehrere Gelenkpartner betroffen sind.

Brüche im Bereich des gelenknahen Oberarmknochens werden als suprakondyläre Humerusfraktur bezeichnet. In Abhängigkeit der Frakturstellung können diese Verletzungen konservativ, d.h. ohne Operation, oder operativ versorgt werden. Ist bei größerer Fehlstellung der Bruchenden eine Operation notwendig, so geschieht dies meist durch eine sogenannte Doppelplattenosteosynthese. Hierbei wird durch die Anlage von zwei winkelstabilen, anatomisch vorgeformten Platten eine optimale Stabilisierung des Bruches erreicht. Bereits am 1. Tag nach der Operation kann mit der Beübung des Ellenbogens begonnen werden.

   

Reposition und Plattenosteosynthese bei suprakondylärer Humerusfraktur

Brüche im Bereich der gelenknahen Elle, die sogenannten Olecranonfrakturen, entstehen meist durch einen direkten Sturz auf den angewinkelten Ellenbogen. Da am Olecranon der Trizepsmuskel ansetzt, ist bei einem instabilen Bruch in diesem Bereich die aktive Streckfähigkeit des Ellenbogens aufgehoben. Zur Frakturstabilisierung greifen wir auf Zuggurtungen und winkelstabile Plattenosteosynthesen zurück.

        

 Draht und Zuggurtung bei Ellenfraktur im Bereich des Ellenbogens

Gelenknahe Brüche der Speiche sind Folge eines Sturzes auf den ausgestreckten Unterarm. Diese sogenannten Radiusköpfchenfrakturen können in Abhängigkeit der Fragmentverschiebung in 4 Schweregrade unterteilt werden (nach Mason). Gering verschobene Brüche (Mason I und ggf. II) werden meist konservativ behandelt. Da die Stabilität in diesem Fall durch den das Radiusköpfchen umgebenden Bandapparat gewährleistet ist, kann der Arm schon frühzeitig beübt werden. Eine Ruhigstellung ist nur für einige Tage notwendig.

Stärker verschobene Brüche können mittels Schrauben oder auch speziell geformter Platten stabilisiert werden. In seltenen Fällen ist bei Trümmerbrüchen des Radiusköpfchens bei gleichzeitig bestehender Ellenbogeninstabilität auch die Implantation einer Radiusköpfchenprothese indiziert.

    

Trümmerbruch des Radiusköpfchens nach Ellenbogenluxation sowie Bild nach

Implantation einer Radiusköpfchenprothese und Bandrekonstruktion

 

 

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