HELIOS Klinikum Emil von Behring

Rotatorenmanschettenruptur

Die Rotatorenmanschette besteht aus 4 Sehnen, die vom Schulterblatt zum Oberarmkopf ziehen. Diese Bewegen den Arm zur Seite, nach oben und drehen ihn nach außen und innen. Die Häufigkeit der Rotatorenmanschettenrisse steigt mit zunehmendem Alter. Am häufigsten ist die Supraspinatussehne betroffen. Dabei verspürt der Patient häufig Schmerzen und es kommt zu einem Verlust an Muskelkraft (insbesondere bei Überkopfbewegungen).

Kleine oder nicht vollständige Risse der Rotatorenmanschette müssen in der Regel nicht operiert werden. Bei Rissen, die nicht durch einen Unfall verursacht sind, kann zunächst ein konservativer Behandlungsversuch möglich sein. Dazu zählen physiotherapeutische Behandlung und Schmerzmedikation. Ziel ist dabei die Wiederherstellung der schmerzfreien vollen Beweglichkeit im Schultergelenk. Durch Kräftigung der nicht geschädigten Anteile der Rotatorenmanschette kann die Funktion ggf. wiederhergestellt werden. Wenn die genannten Maßnahmen nicht zu einer Verbesserung der Beschwerden und einer Wiederherstellung der Kraft führen, ist eine operative Therapie empfehlenswert, da die fehlende Zentrierung bei einem Riss langfristig Schäden am Gelenk verursachen.

Risse der Rotatorenmanschette, die durch einen Unfall auftreten, sollten möglichst innerhalb von 4-6 Wochen operativ versorgt werden. Dauerhafte Schmerzmedikation oder einen Verlust an Funktion und damit Einschränkung im Alltag sollten Sie nicht hinnehmen.

Die operative Versorgung von Rotatorenmanschettenrupturen erfolgt in unserem Hause in minimalinvasiver, arthroskopischer Technik. Dabei werden über kleine Stichinzisionen die Kamera und andere Instrumente in die Schulter eingeführt. Nach Mobilisation der Sehne und Anfrischen des Ursprungs am Oberarmknochen werden Fadenanker in den Knochen eingebracht und die gerissene Sehne wieder durch die Fäden am Knochen fest fixiert.  Dabei werden selbstverständlich auch begleitende Schäden an der langen Bizepssehne oder aber auch ein Engpass unter dem Schulterdach (subakromiales Impingement) mit behoben.

 

MRT zeigt Riss der Supraspinatussehne (Pfeil)

 

 

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Priv.-Doz. Dr. med. Stephan W. Tohtz

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Dr. med. Sebastian Herrmann

Oberarzt, Leitender Arzt Schwerpunkt Schulter/Ellenbogen
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