HELIOS Klinikum Emil von Behring

Frozen Shoulder

Die sogenannte Frozen Shoulder ist eine Erkrankung der Schulter die sich durch eine ausgeprägte Schmerzhaftigkeit sowie Einschränkung der Schultergelenksbeweglichkeit auszeichnet. Synonym wird diese Erkrankung auch als adhäsive Kapsulitis oder ideopathische Schultergelenkssteife bezeichnet.

Die genaue Ursache der Frozen Shoulder ist bisher nicht sicher geklärt. Im Gegensatz zur Frozen Shoulder gibt es aber auch Schultergelenkssteifen in Folge von anderen Gelenkschädigungen wie z.B. Rotatorenmanschettenrupturen oder einer Schultergelenksarthrose. Die Frozen Shoulder tritt deutlich gehäuft bei Patienten mit einem Diabetes mellitus auf. Bei einem Teil der Patienten kommt es nach Abklingen der Symptome auf der betroffenen Seite zur Erkrankung der Gegenseite. Die gleiche Seite ist jedoch nur äußerst selten erneut betroffen. 

Die Erkrankung verläuft typischerweise in 3 Phasen, wobei die jeweilige Dauer der einzelnen Phasen sehr unterschiedlich sein kann:

Krankheitsverlauf in 3 Phasen:

                               1.Phase:  Schmerz                            10-36 Wochen

                               2. Phase:  Steife                                 4-12 Monate

                               3. Phase: „Auftau-Phase“                 6-30 Monate

In der ersten Phase stellt sich eine starke Schmerzhaftigkeit der Schulter, bei noch erhaltener Beweglichkeit ein. Typischerweise klagen die Patienten auch über starke Schulterschmerzen in der Nacht. In Phase 2 kommt es bei weiterhin starken Schmerzen zu einer zunehmenden „Einsteifung“ des Schultergelenks. Die 3. Phase ist letztendlich durch einen allmählichen Rückgang der Schmerzen sowie langsamen Steigerung der Beweglichkeit gekennzeichnet. Bei einem kleinen Teil der Patienten bleibt nach dem Abklingen der Erkrankung eine Einschränkung der Beweglichkeit bestehen.

Mögliche Therapien müssen immer auf den individuellen Krankheitsverlauf des Patienten abgestimmt werden. Bei den meisten Patienten kann die Erkrankungsdauer durch spezielle Medikamente und ein angepasstes Physiotherapie-Programm erheblich reduziert werden und somit auch ohne Operation die volle Schultergelenksbeweglichkeit wieder hergestellt werden. Bei ausgeprägten Schultersteifen oder bei Versagen der konservativen Therapieversuche ist ggf. eine Operation indiziert. Bei der sogenannten arthroskopischen Arthrolyse erfolgt eine vollständige Lösung und Mobilisation der verdickten Kapselanteile. Direkt nach der Operation wird mit einer intensiven physio- und manualtherapeutische Beübung der Schulter begonnen, um die durch die Operation erlangte Beweglichkeit zu erhalten. 

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