HELIOS Klinikum Emil von Behring

Meniskuschirurgie

Was versteht man unter einem „Meniskus“?

Ein Meniskus ist eine halbmondförmige Struktur aus festem Faserknorpel. Es befindet sich ein Meniskus im inneren sowie im äußeren Kniegelenksspalt. Sie füllen den Raum zwischen dem eher runden Oberschenkelknochen und dem flachen Plateau des Unterschenkelknochens aus. Ihre Aufgabe besteht darin, den spiegelglatten Gelenkknorpel durch Vergrößerung der  kraftübertragenden Gelenkfläche sowie durch Dämpfung von einwirkenden Kräften zu. Die Menisken sind an der Peripherie mit der Gelenkkapsel verwachsen, hier sprossen auch Gefäße ein, welche den Meniskus im äußeren Bereich mit Nährstoffen versorgen. In dieser Zone ist prinzipiell eine Heilung möglich.

Wie kommt es zu einem Meniskusriss?

Bei einem akuten Trauma, typisch ist  eine Verdrehung des Oberschenkels gegen den fixierten Unterschenkel wie beispielsweise beim Fußballspielen, kann es zu Rupturen der Menisken kommen. Bei einem bereits degenerativ vorgeschädigten Meniskus kann bereits das Aufstehen aus der tiefen Hockstellung zu einem Riss führen. Ist es zu einer Meniskusverletzung gekommen, so bemerken die Patienten Schmerzen, ggf. einen Gelenkerguss sowie, je nach Rissform, Gelenkblockaden. Mittel- und langfristig führt ein unbehandelter Meniskusriss häufig zu einem Knorpelschaden (Arthrose).

Therapiemöglichkeiten

Ist ein Meniskusriss die Ursache für Kniegelenksbeschwerden, so wird in der Regel eine Operation empfohlen. Diese wird heutzutage arthroskopisch, also in „Schlüssellochtechnik“, durchgeführt. Hierfür sind 2-3 ca.7mm große Hautinzisionen notwendig, über welche die Kamera bzw. die Operationsinstrumente in das Kniegelenk eingeführt werden. Im Fall von frisch traumatischen Rupturen kann, je nach Lokalisation des Risses, eine Meniskusnaht erfolgen. Dafür stehen verschiedene Nahttechniken und Hilfsmittel zur Verfügung. Ist der Meniskus bereits degenerativ vorgeschädigt, so erfolgt eine sparsame Resektion der defekten Zone. Natürlich ist aber auch hier das Ziel, soviel wie möglich vom Meniskus zu erhalten. Die arthroskopische Technik ermöglicht eine schonende Versorgung, welche entweder ambulant oder kurzstationär erfolgt.

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung ist abhängig von der durchgeführten Operationsmethode. Wurde eine Meniskusteilentnahme vorgenommen, so ist in der Regel  eine sofortige schmerzadaptierte Belastung möglich, Unterarmgehstützen sollten jedoch für einige Tage benutzt werden. Eine Meniskusnaht erfordert ein aufwendigeres Procedere, bestehend aus einer Teilbelastung sowie  Orthesenversorgung zur Limitierung der Kniegelenksbeweglichkeit. Eine sportliche Betätigung nach einer Meniskusnaht ist ab der 7. Woche nach der Operation möglich, Kontaktsportarten (Fußball, Handball, Basketball etc.) jedoch erst nach drei Monaten.

 

 

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