HELIOS Klinikum Emil von Behring

Übergangsstörung

Beispiel: Übergangsstörung am koxalen Femur (hüftgelenknaher Oberschenkelknochen) rechts mit gering reduzierter Taillierung des vorderen Schenkelhalses (Pfeil) und Ausbildung eines akzessorischen Knochensporns im unteren Bereich des Übergangs vom Oberschenkelkopf zum Schenkelhals (roter Pfeil).

Als Übergangsstörung wird die häufig lokalisiert aufgehobene Taillierung des Schenkelhalses bezeichnet, ebenfalls bekannt unter dem Synonym: pistol-grip-deformity oder CAM-Impingement. Diese knöchernen Appositionen führen zur schmerzhaften Bewegungseinschränkungen am Hüftgelenk und werden zusammen mit korrespondierenden Veränderungen an der knöchernen Pfanne (Pincer-Impingement) auch unter dem Begriff: femoro-azetabuläres Impingement (Engpasssyndrom zwischen gelenknahem Oberschenkelknochen und Hüftpfanne) zusammengefasst.

 

Eine Ursache des Impingements kann eine Normvariante der anatomischen Orientierung der gelenkbildenden Knochen zueinander sein, darüber hinaus die Überbeweglichkeit im Gelenk oder das Bestehen eines Gelenkverschleißes. In der Vielzahl der Patienten ist jedoch die Verursachung unklar, bleibt diese knöcherne Veränderung unbehandelt kann jedoch eine vorzeitige Alteration des Gelenkes entstehen. Entscheidend ist der Ausschluss einer bereits bestehenden Arthrose als Ursache der knöchernen Veränderungen sowie anderer Ursachen. 

 

Die operative Therapie besteht in der Resektion (Entfernung) der knöchernen Appositionen/Auflagerungen zur Verbesserung der Gelenkfunktion und zur Verhinderung einer Gelenkschädigung. Zum Einsatz kommen arthroskopische (Gelenkspiegelung) und offen chirurgische Verfahren in Abhängigkeit von der Lokalisation, des Ausmaßes und der erforderlichen zusätzlichen Therapiemaßnahmen.

 

Die Entscheidung über die Indikation, das zu wählende Operationsverfahren und eventuell zusätzliche Erweiterungen im Rahmen des Eingriffes werden mit Ihnen im Vorfeld ausführlich besprochen. Physiotherapeutische Behandlungsmaßnahmen sind unmittelbar nach der Operation empfohlen, eine ambulante oder stationäre Rehabilitationsmaßnahme ist in der Regel nicht erforderlich.

So erreichen Sie uns

Priv.-Doz. Dr. med. Stephan W. Tohtz

Chefarzt
Tel.: (030) 81 02-19 83
Fax.: (030) 81 02-41 975
E-Mail senden

Dr. med. Sebastian Reuter

Oberarzt Schwerpunkt Hüftgelenkschirurgie
Tel.: +49 30 8102 62390
E-Mail senden


Über uns