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Klinik für Urologie

Männer & Gesundheit

 

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

 

seit Menschengedenken kennt man den Zusammenhang zwischen Ernährung und Erkrankungen.

Schon Hippokrates (460-377 v. Chr.) lehrte:
"Eure Nahrung sei Eure Medizin und Eure Medizin sei die Nahrung!"

Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass Übergewicht, Diabetes mellitus und überhöhte Blutcholesterinspiegel in engem Zusammenhang mit Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen. Menschen, die einen hohen Anteil an vegetarischer Nahrung und wenig tierische Fette zu sich nehmen, haben ein wesentlich geringeres Erkrankungsrisiko. Nicht nur Obst und Gemüse sind gefragt. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass alle Ernährungskomponenten gemeinsam für die Gesundheit mit verantwortlich sind. Ausgewogene, vollwertige Ernährung, ausreichende körperliche Bewegung und sportliche Aktivitäten helfen Ihnen, Ihr richtiges Körpergewicht zu finden. So können Sie Krankheiten vorbeugen und Heilungsprozesse unterstützen.

Anke Peter
Diätassistentin

PD Dr. med. Gralf Popken
Chefarzt Urologische Klinik
Leiter Prostatazentrum

 

10 Tipps zur gesunden Lebensweise

 

  • Gemüse und Obst - "5 Mal am Tag"
    Es liefert uns wichtige Substanzen zur Abwehr von Erkrankungen und zur Unterstützung von Heilungsprozessen. Wenn Sie reichlich Gemüse und Obst essen, nehmen Sie viele Nährstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe) und Ballaststoffe mit sehr wenig Energie zu sich. Das hat auch einen positiven Einfluss auf die Gewichtsregulation.

  • Getreideprodukte und Kartoffeln
    Brot, Nudeln, Reis, Getreideflocken aus dem vollen Korn und Kartoffeln bilden die Grundlage unserer Ernährung. Zum Sättigen sind diese Lebensmittel mehrmals am Tag hervorragend geeignet. Sie enthalten kaum Fett, aber reichlich Nährstoffe und Ballaststoffe. Besonders diese helfen, den Cholesterinspiegel zu senken.

  • Tierische Lebensmittel
    Milch und Milchprodukte, Fisch, Fleisch, Wurst und Eier enthalten wertvolle Nährstoffe, wie z. B. Kalzium in Milch, Jod, Selen, Omega-3-Fettsäuren in Seefisch. Fleisch ist wegen des hohen Eisen- und Vitamingehalts B1, B6 und B12 wichtig. 300 bis 600 g Fleisch und Wurst pro Woche reichen hierfür aus.

  • Fett und fettreiche Lebensmittel
    Zu viel Fett im Essen macht dick und fördert langfristig die Entstehung von Krankheiten. Achten Sie nicht nur auf das sichtbare Fett. Besonders das unsichtbare, versteckte Fett in vielen Fleischerzeugnissen, Süßwaren, Milchprodukten und Gebäck fällt ins Gewicht. Essen Sie wenig tierische, mehr pflanzliche Fette.

  • Zucker und Salz
    Genießen Sie Zucker und mit Zuckerzusatz hergestellte Lebensmittel und Getränke nur gelegentlich. Schmecken Sie Ihre Speisen kreativ mit Kräutern und Gewürzen ab. Verwenden Sie wenig, aber immer jodiertes Speisesalz.

  • Flüssigkeitshaushalt
    Wasser ist absolut lebensnotwendig. Es ist Transportmittel jeder Stoffwechselreaktion. Täglich brauchen wir rund 2,5 Liter, um den Wasserhaushalt in der Balance zu halten. Etwa 1 Liter wird mit der Nahrung aufgenommen. Mindestens 1,5 Liter Wasser, Kräutertee u. ä. sollten wir trinken, besser noch mehr. Bitte beachten: Kaffee, Schwarztee und Alkohol entziehen dem Körper Flüssigkeit.

  • Speisenzubereitung
    Garen Sie Speisen möglichst kurz mit niedrigen Temperaturen. Verwenden Sie wenig Wasser und Fett. Das erhält den natürlichen Geschmack, schont die Nährstoffe und verhindert die Bildung schädlicher Verbindungen.

  • Zeit und Genuss
    Lassen Sie sich Zeit und genießen Sie. Bewusst zubereiten und mit Ruhe essen helfen, das richtige Maß zu finden. Auch das Auge isst mit.

  • Wohlfühlgewicht und Bewegung
    Mit dem für Sie richtigen Gewicht (Body-Maß-Index = Verhältnis zwischen Körpergröße und -gewicht) fühlen Sie sich wohl. Bewegung ist wichtig. Tun Sie etwas für Körper und Geist, Wohlbefinden und Figur - für Ihre Gesundheit.

  • Tomaten schützen die Prostata

Tomaten schützen die Prostata

 

Detroit, 19. April 1999.

Männer sollten mehr Tomaten essen.

Der Verzehr von Tomaten bremst die Ausbreitung von Prostatakrebs.

Das ist das Ergebnis einer Studie an der Wayne State University in Detroit. Die positive Wirkung sei auf das Pigment Lycopen zurückzuführen, meinen die Wissenschaftler. Lycopen gibt dem Gemüse seine rote Farbe.

Bei ihrem Experiment setzten die Forscher zwölf Patienten, die an bösartigen Wucherungen der Vorsteherdrüse litten, drei Wochen vor der Operation auf eine Lycopen-Diät. Nach der Operation stellten Sie fest, dass sich der Krebs bei zwei Drittel der Testpatienten nicht weiter ausgebreitet hatte. Zudem waren die Tumore bei 84 Prozent der Testpatienten kleiner als vier Kubikzentimeter. Der Unterschied zu einer Kontrollgruppe sei deutlich gewesen, berichtet die Nachrichtenagentur afp.

Das Carotinoid Lycopen kommt außer in Tomaten auch in Pampelmusen mit rosafarbenem Fruchtfleisch vor.

Im Februar 1999 war in der US-Fachzeitschrift "Journal of the National Cancer Institute" berichtet worden, es helfe nicht nur gegen Krebs der Prostata, sondern auch der Bauchspeicheldrüse, der Lunge und des Darms.

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Chefarzt und Leiter Prostatazentrum
Priv.-Doz. Dr. med. Gralf Popken

 

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