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Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Department Orthopädie

Hüftgelenkendoprothese

Mit höherem Lebensalter nehmen Schmerzen und Funktionseinschränkungen des Hüftgelenkes oft zu und schränken den gewohnten Lebensrhythmus ein. Wenn konservative Maßnahmen wie Physiotherapie und Medikamente nicht mehr weiter helfen und die Lebensqualität des Hüfterkrankten nachhaltig leidet, können durch einen künstlichen Ersatz des Hüftgelenkes der Schmerz beseitigt und die Funktion verbessert werden.

 

Ursachen

Verschiedene Ursachen können zum Gelenkversagen führen. Am häufigsten ist dies der Gelenkverschleiß (Arthrose), der durch das Aufbrauchen des Gelenkknorpels am Hüftkopf und der Hüftgelenkspfanne entsteht. Knöcherne Reaktionen wie Zysten oder knöcherne Anbauten an Hüftkopf oder Pfanne (Osteophyten) beeinträchtigen die freie Gelenkbeweglichkeit. Folge der Arthrose ist der Gelenkschmerz vor allem in der Leiste und an der Oberschenkelvorder- und -innenseite. Im weiter fortgeschrittenen Stadium können auch Ruhe- und Nachtschmerzen hinzukommen. Die Beweglichkeit des Hüftgelenkes nimmt dann immer mehr ab, vor allem die Überstreckung und Innendrehung.

 
Bild: radiologische Darstellung einer einseitigen schweren Coxarthrose

 

Weitere Ursachen für das Gelenkversagen können folgende Krankheiten sein:

  • Hüftgelenksdysplasie (angeborene Minderanlage der Hüftpfanne)
  • Rheumatische Erkrankungen (z. B. die rheumatoide Arthritis)
  • Hüftkopfnekrose (Durchblutungsstörungen des Hüftkopfes)
  • Spätfolgen eines M. Perthes (jugendliche Hüftkopfnekrose)
  • Spätfolgen einer Epiphyseolysis capitis femoris (jugendliches Hüftkopfgleiten)
  • Spätfolgen nach Knochenbrüchen des Hüftkopfes und der Hüftpfanne
  • Spätfolgen nach Infektionen des Hüftgelenkes
  • Komplikationen bestimmter Stoffwechselerkrankungen (z. B. Gicht)

 

Bestehen durch die Arthrose dauerhafte Schmerzen sowie deutliche Einschränkungen der Beweglichkeit können diese durch die Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes (Hüftgelenk-Total-Endoprothese, Hüft-TEP) wesentlich gelindert bzw. ganz beseitigt werden.

 

 

Das Material der Prothese

Durch die kontinuierliche Verbesserung der Materialtechnik und des Prothesendesigns in den letzten Jahrzehnten wurde die Lebensdauer der Hüftendoprothesen deutlich gesteigert. Laut aktueller Studien sind nach 10 Jahren noch 95 % aller Prothesen gut funktionsfähig.

 

Moderne Hüftendoprothesen sind aus mehreren Komponenten zusammengesetzt und stehen entsprechend individuellem Bedarf in vielen Größen zur Verfügung. Zementfreie verankerte Hüftprothesen sind der Standard für die Anwendung bei normalen Knochenverhältnissen und anatomisch weitgehend normal geformten Gelenken des Patienten. Der im Oberschenkel verankerte Prothesenschaft und die Pfanne bestehen aus besonders gut knochenverträglichen Titanlegierungen. Für das eigentliche Gelenk - gebildet aus dem Hüftkopf und dem Pfanneninlay - werden spezielle Gleitpaarungen wie Metall- oder Keramikkopf in Verbindung mit hochvernetztem Polyäthylen (UHMWPE) oder Metall-Metall bzw. Keramik-Keramik verwendet.

 

Bild: ein zementfreies Endoprothesensystem

 

Hat der Patient anatomische Besonderheiten oder sehr brüchige Knochen, die aus medizintechnischen Gründen keine zementfreie Implantation erlauben, werden die Prothesenanteile durch einen schnell abbindenden Knochenzement (Methyl-Methacrylat) stabil im Knochen fixiert.

 

Der stationäre Aufenthalt und der operative Eingriff

Bei der ambulanten Vorstellung zur Planung des Operationstermins wird der Patient über die Aufnahme, den OP-Termins, über die Operation, die Eigenblutspende u. v. m. umfassend informiert.

 

Am Aufnahmetag erfolgen weitere notwendige Untersuchungen und z. B. auch die Bestimmung der Laborwerte, Röntgen, EKG und die Anästhesievorbereitung. Am nächsten Tag wird in der Regel die Operation in Allgemein- oder rückenmarksnaher Narkose (Spinalanästhesie, Epiduralanästhesie) durchgeführt. Nach der Operation wird der Patient im sog. Aufwachraum überwacht, falls erforderlich z. B aufgrund von Begleiterkrankungen ggf. auch auf der Intensivstation.

 

Der Hautschnitt befindet sich an der Oberschenkelaußenseite über dem von außen tastbaren großen Rollhügel. In den meisten Fällen kann ein sog. minimalinvasiver Zugang verwendet werden. Das heißt, der Hautschnitt und auch die Durchtrennung von tieferen Gewebeschichten und Muskulatur werden so klein wie möglich bzw. nötig gehalten. Im Vergleich zur früheren Standardtechnik ist das von Vorteil für den Patienten: die Heilungsphase wird durch die geringe operationsbedingte Verletzung von Muskulatur und Knochen erleichtert. Auch die Narbe ist dadurch viel kleiner und der Patient schneller wieder mobil.

 

In ausgewählten Fällen kann die Implantation mit Unterstützung durch ein Navigationssystem erfolgen.

 

Der stationäre Aufenthalt in unserer Klinik beträgt etwa 8-10 Tage.

Weitere Ursachen für das Gelenkversagen können folgende Krankheiten sein:

  • Hüftgelenksdysplasie (angeborene Minderanlage der Hüftpfanne)
  • Rheumatische Erkrankungen (z. B. die rheumatoide Arthritis)
  • Hüftkopfnekrose (Durchblutungsstörungen des Hüftkopfes)
  • Spätfolgen eines M. Perthes (jugendliche Hüftkopfnekrose)
  • Spätfolgen einer Epiphyseolysis capitis femoris (jugendliches Hüftkopfgleiten)
  • Spätfolgen nach Knochenbrüchen des Hüftkopfes und der Hüftpfanne
  • Spätfolgen nach Infektionen des Hüftgelenkes
  • Komplikationen bestimmter Stoffwechselerkrankungen (z. B. Gicht)

 

Bestehen durch die Arthrose dauerhafte Schmerzen sowie deutliche Einschränkungen der Beweglichkeit können diese durch die Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes (Hüftgelenk-Total-Endoprothese, Hüft-TEP) wesentlich gelindert bzw. ganz beseitigt werden.

 

Das Material der Prothese

Durch die kontinuierliche Verbesserung der Materialtechnik und des Prothesendesigns in den letzten Jahrzehnten wurde die Lebensdauer der Hüftendoprothesen deutlich gesteigert. Laut aktueller Studien sind nach 10 Jahren noch 95 % aller Prothesen gut funktionsfähig.

 

Moderne Hüftendoprothesen sind aus mehreren Komponenten zusammengesetzt und stehen entsprechend individuellem Bedarf in vielen Größen zur Verfügung. Zementfreie verankerte Hüftprothesen sind der Standard für die Anwendung bei normalen Knochenverhältnissen und anatomisch weitgehend normal geformten Gelenken des Patienten. Der im Oberschenkel verankerte Prothesenschaft und die Pfanne bestehen aus besonders gut knochenverträglichen Titanlegierungen. Für das eigentliche Gelenk - gebildet aus dem Hüftkopf und dem Pfanneninlay - werden spezielle Gleitpaarungen wie Metall- oder Keramikkopf in Verbindung mit hochvernetztem Polyäthylen (UHMWPE) oder Metall-Metall bzw. Keramik-Keramik verwendet.

 

Bild: Radiologische Darstellung einer implantierten zementfreien
H-TEP (hier mit Rekonstruktion des Pfannendaches Hüftdysplasie)

 

 

Der Patient verlässt bei normalem Verlauf bereits am Tag nach der Operation unter Anleitung durch Krankengymnasten das Krankenbett. Unter intensiver krankengymnastischer Begleitung wird dann in den folgenden Tagen das "richtige" Gehen an Unterarmgehstützen sowie das angepasste Verhalten mit dem neuen Hüftgelenk erlernt.

 

Im Anschluss an den stationären Aufenthalt erfolgt meist direkt eine etwa 3-wöchige Anschlussheilbehandlung (ambulant oder stationär) in einer speziell ausgestatteten Rehabilitationseinrichtung.

 

Kontakt:
Klinik für Orthopädie und orthopädische Rheumatologie
Chefarzt: Prof. Dr. med. Josef Zacher
Schwanebecker Chaussee 50
13125 Berlin
Telefon: (030) 9401-52300
Telefax: (030) 9401-52309

So erreichen Sie uns

Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie

 

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