Unser Team aus Ärzten und Psychologen mit speziellen therapeutischen Qualifikationen,
Mitarbeitern des Pflege- und Erziehungsdienstes, Ergotherapeutinnen, Sprach-, Musik-,
Bewegungs-, Kunst- und Soziotherapeutin beantwortet gern Ihre Fragen.
Telefon: (030) 94 01-154 00
Telefax: (030) 94 01-554 09
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Patienten, die sich in einer akuten psychischen Krisensituation befinden, werden entweder notfallmäßig sofort oder sehr kurzfristig zur Krisenintervention aufgenommen. In dem stationären Bereich, in dem Kriseninterventionen durchgeführt werden, erfahren die Patienten von unserem pädagogischen und therapeutischen Personal intensivste Begleitung und Betreuung. Bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung wird der Kriseninterventionsbereich zum Schutze des Patienten geschlossen.
Patienten, bei denen eine mittel- oder langfristige psychotherapeutische stationäre Behandlung angezeigt ist, werden in unserem offenen Bereich aufgenommen. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Schwere des Krankheitsbildes, dem Befinden und den psychosozialen Begleitumständen und wird eng mit dem Patienten und seiner Familie abgestimmt.
Vor Entlassung des Patienten werden weiterführende, über den stationären Aufenthalt hinausgehende Behandlungs- und Hilfemaßnahmen zur weiteren Stabilisierung des Patienten angebahnt bzw. eingeleitet.
Patienten, bei denen sich ambulante Hilfen zum gegebenen Zeitpunkt als nicht ausreichend herausgestellt haben und eine vollstationäre Versorgung nicht nötig ist, können in unserer Tagesklinik aufgenommen werden. Die Behandlungszeit erstreckt sich von Montag bis Freitag von 7.30 bis 16 Uhr. Diese Behandlungsform bietet sich ebenfalls auch bei sehr jungen Kindern an, bei denen beispielsweise eine Interaktionsstörung oder eine Entwicklungsstörung vorliegt.
Unser Aufgabengebiet umfasst die Diagnostik und Therapie des gesamten Spektrums psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen wie beispielsweise:
Das multimodale Therapieangebot ist auf jeden Patienten individuell zugeschnitten und umfasst
Die Behandlung in unserer Abteilung ist immer auf die Familie des Patienten und weitere Systeme, in die der Patient eingebettet ist (wie beispielsweise seine Schule) bezogen, regelmäßig stattfindende Familien- und Elterngespräche Voraussetzung. Interaktionsprobleme zwischen Eltern und ihren Kindern sind oftmals ein entscheidender krankmachender Faktor. Die Eltern werden in Form von Elterngesprächen, Elterntrainings, Elterngruppen und Paargesprächen engmaschig in das Setting integriert. Dabei sollen Interaktions- und Kommunikationsübungen zu einer entlasteten familiären Situation führen. Ein großer Stellenwert wird auch die Herausarbeitung von Ressourcen im familiären und sozialen Umfeld einnehmen. Des weiteren wird die Einbeziehung von Helfersystemen bei Bedarf erfolgen. Unser Team arbeitet integrativ, das heißt, dass die verschiedenen oben genannten Berufsgruppen mit den unterschiedlichen Therapieansätzen eng zusammen arbeiten.
Die Behandlung ist eingebettet in einen therapeutisch-pädagogisch strukturierten Tagesablauf auf den Stationen. Hier erfahren die Kinder und Jugendlichen eine intensive pädagogische, psychiatrisch-psychotherapeutische Betreuung. Jeder Patient erhält zwei Bezugsbetreuer aus der Heil- und Erziehungspflege als seine Hauptansprechpartner. Gemeinsam mit ihnen erarbeitet der Patient seinen individuellen Wochenplan. Das pädagogische Angebot, wie beispielsweise textiles Gestalten, Außenaktivitäten, Sport oder gemeinsames Kochen findet in der Gruppe oder auch einzeln statt. Die Stationen sind altersgerecht gestaltet mit freundlich ausgestatteten Ein- und Zweibettzimmern. Besuche können die Kinder an Besuchsnachmittagen oder auch am Wochenende empfangen, Wochenendbeurlaubungen nach Hause werden in den Behandlungsablauf integriert.
Wir arbeiten eng zusammen mit niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiatern/-psychotherapeuten, sowie Kinder- und Hausärzten, Beratungsstellen, Schulen, Jugendämtern, anderen Kliniken u. a. Diensten der medizinischen und psychosozialen Versorgung.
Die Patienten werden in unserer Klinikschule von spezifisch ausgebildeten Lehrkräften in kleinen Gruppen oder auch einzeln in allen Bildungsgängen und Schularten unterrichtet. Hierbei richtet sich der Umfang und die Art der Beschulung nach der Belastbarkeit des Patienten.
Die Schüler erfahren entsprechend ihres individuellen Förderbedarfs im Rahmen eines erziehenden Unterrichts differenzierte Förderung. Sie werden nach entwicklungspädagogischen Gesichtspunkten entsprechend ihres Lern- und Leistungsniveaus und ihres Bildungsinteresses in jahrgangs- und schulzweigübergreifenden Lerngruppen zusammengefasst. Erfahrene Sonderschul-, Gymnasial-, Grund-, Haupt und Realschullehrer unterrichten in den für die Versetzung relevanten Fächern. Für jeden Schüler wird auf der Grundlage von förderdiagnostischen Erkenntnissen ein spezieller Förderplan erstellt. Es werden darüber hinaus therapeutisch-pädagogische Schulversuche gestaltet und Schullaufbahnberatungsgespräche geführt. In enger Kooperation mit den Eltern, den klinisch tätigen Mitarbeitern und denen anderer psychosozialer Fachdienste wird die schulische Förderung abgestimmt. Gemeinsam wird entschieden, welche Wege der schulischen Integration und Rehabilitation verfolgt werden sollen.
Ob Behandlungsbedarf für eine stationäre Therapie oder für andere Hilfeformen beim betreffenden Kind oder Jugendlichen, welches in seelische Not geraten ist, besteht, kann von einem niedergelassenen Arzt, dem ärztlichen Notdienst, von einem anderen Krankenhaus oder von unserer Abteilung selbst über Vorgespräche ermittelt werden. Wenn ein entsprechender Hilfebedarf besteht, erfolgt nach Einweisung genannter Stellen die Aufnahme der Patienten in unserer Abteilung. Zu Beginn des stationären Aufenthaltes findet die Diagnostikphase zum Erheben spezifischer Befunde statt. Diese werden dann gemeinsam mit den Patienten und ihren Eltern besprochen, aus den Ergebnissen Therapieziele abgeleitet, um dann Therapiepläne zum Erreichen dieser Ziele zu erstellen.
Bei kinder- und jugend-
psychiatrischen Notfällen aus den Bezirken Pankow und Reinicken-
dorf können Sie 24 Stunden täglich mit uns in Kontakt treten:
Telefon:
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Klinik für Kinder- und Jugend-
psychiatrie und Psychotherapie
Chefarzt
Dr. med. univ. Rüdiger Stier
Schwanebecker Chaussee 50
Haus 211
13125 Berlin
Telefon: (030) 94 01-154 00
Telefax: (030) 94 01-554 09
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