09.09.09
Der Therapieprozess von Krebserkrankungen erweist sich oft als sehr langwierig und manchmal auch zermürbend.
Hinzu kommt ein großer Informationsbedarf, der nicht immer umfassend mit dem üblichen Patient – Arzt - Gespräch abgedeckt werden kann.
Es treten zusätzlich Fragen und Probleme psychosozialer Natur auf, die eine Krebs- Diagnose begleiten und zur Veränderung der Lebenssituation beitragen. Der Krankenhausalltag bietet zudem kaum Ablenkung vom oft schmerzhaften Krankheitsverlauf.
Für viele Patienten bedeutet der aktive Umgang mit der Erkrankung und den
sozialen Folgen ein Stück Wahrung der Autonomie, was den Therapieverlauf positiv beeinflussen kann.
Vor diesem Hintergrund entschied sich im HELIOS Klinikum Berlin-Buch 1999 ein interdisziplinäres Team aus Krankenschwestern, Ärzten, Physiotherapeuten, Ernährungsberaterinnen, Psychologinnen, Sozialarbeiterinnen und einer Reha-Pädagogin dazu, den schwierigen Alltag der Krebspatienten im Krankenhaus unterhaltend, aktiv und informativ zu gestalten.
Es entstanden viele Ideen und Angebote, getragen von der Kompetenz der unterschiedlichen Fachbereiche. So können die Krebspatienten des Klinikums fast täglich Angebote des Projektes PIA in Anspruch nehmen.
Dazu gehören medizinische und sozialrechtliche Informationsabende, Foren, Konzerte, kleine Theatervorstellungen, Chordarbietungen, Vorlesen am Bett des Patienten und zur Aktivierung des Patienten Entspannungstraining, kreatives Gestalten, Filzen, Schmuckgestaltung und vieles mehr.
In Zusammenarbeit mit DKMS Life Köln bekommen die chemotherapierten Patientinnen Kosmetikseminare angeboten. Eine Kosmetikerin zeigt den Patientinnen außerdem, wie sie durch geschicktes Binden von Tüchern ihren therapiebedingten Haarausfall kaschieren können, ohne eine Perücke zu tragen.
Ein besonderer Blickfang für die Patienten ist die „Rössle-Galerie“ im Foyer der Hämatologischen Abteilung, gestaltet mit Kleinplastiken, Grafiken und Bildern in Zusammenarbeit mit der Galerie am Gendarmenmarkt. Die Ausstellungen wechseln vierteljährlich, begleitet von einem Musikprogramm und einer Einführung in die jeweilige Ausstellungsthematik.
Zu allen Veranstaltungen können die Patienten auch mit Ihrem Infusionsständer kommen, werden bei Bedarf im Rollstuhl oder auch im Pflegebett zum Veranstaltungsort gebracht.
Selbstverständlich sind die meisten der Angebote im HELIOS Klinikum Berlin-Buch auch der Öffentlichkeit zugänglich.
Anlässlich des Krebskongresses 2006 in Berlin wurde das ehrenamtliche Projekt PIA mit dem Prix Pierre Denoix geehrt, dem Preis für Lebensqualität in der Krebstherapie.
Klinik-Kontakt: HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Projekt PIA
Leitung: Dipl.-Päd. Dagmar Peinzger
Telefon 030 9401-51141
E-Mail: pia.berlin-buch@helios-kliniken.de
...........................................................................................................................
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 62 eigene Kliniken, darunter 43 Akutkrankenhäuser und 19 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Wuppertal, Schwerin und Krefeld nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 23 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Seniorenresidenzen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.
HELIOS versorgt jährlich 2 Millionen Patienten, davon 600.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt über insgesamt mehr als 18.000 Betten und beschäftigt rund 32.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2008 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius SE.
Pressekontakt:
Natalie Erdmann
Leiterin Unternehmenskommunikation und Marketing Berlin-Brandenburg
Telefon: +49 (0)30 94 01-555 35