11.05.09
Berching. Am 23. Mai findet in der HELIOS Klinik Berching das XIII. „Forum Geriatricum“ statt. Die etablierte Fachveranstaltung zu Themen der Altersmedizin ist mit hochkarätigen Referenten zu einem Thema besetzt, das trotz seiner Bedeutung immer noch ein Tabu darstellt: Sexualität und Lebensqualität im Alter. Begleitend zur Veranstaltung findet von Freitag (22. Mai 2009) bis Pfingstmontag (01.06.2009) die Fotoausstellung zum „60+“ zum Thema in der Residenz der Klinik statt.
Die Mittsechzigerin Inge ist seit 30 Jahren mit Werner verheiratet. An einen Seitensprung hat sie nie gedacht, denn sie liebt Werner aufrichtig. Dann trifft sie den 76-jährigen Karl und ist sofort Feuer und Flamme. Wie eine Jugendliche stürzt sie sich mit ihm in eine Affäre. Was wie ein Groschenroman mit falschen Altersangaben klingt, ist die Geschichte des im letzten Jahr sehr erfolgreichen Kinofilms „Wolke 9“, in dem es um das Tabuthema „Sexualität im Alter“ geht. Denn auch wenn selten offen über Lebensqualität und Sexualität jenseits der 70 gesprochen wird – für Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter ist beides von enormer Bedeutung.
Aus diesem Grund stellt auch die HELIOS Klinik Berching im Rahmen des 13. Forum Geriatricum dieses Thema in den Fokus: Es sollen die gesundheitlichen Facetten der Sexualität der älteren Generation auf der Fachveranstaltung für Geriater intensiv diskutiert werden. Dass die wissenschaftliche Beschäftigung mit Sexualität von Senioren Brisanz hat, zeigen auch die ersten Ergebnisse einer Studie, die unter der Leitung von Chefärztin Dr. Ramona Ullmann in der HELIOS Klinik Berching durchgeführt wurde und auf dem Forum Geriatricum vorgestellt wird. Sie bestätigen eine Kernaussage des Kinofilms: Das Alter ist für das Verliebt sein egal – der Zustand ist entscheidend!
Zwei Psychologinnen der Klinik befragten für die Pilotstudie 30 Patienten im Alter von 60 bis 89 Jahren zum Thema Liebe und Sexualität. Bei den ausführlichen, strukturierten Interviews haben die Senioren sehr offen über ihre Vorstellungen und Erlebnisse gesprochen. Dabei wurde deutlich: In der Einstellung zur Sexualität gibt es keinen großen Unterschied zur Jugend. Wenn Sexualität tatsächlich weniger erlebt wird, gibt es dafür allerdings verschiedenste Ursachen: Von Prostataerkrankungen bei Männern bis hin zur Harninkontinenz. Im Vordergrund stehen diese Probleme nach den ersten Einblicken in die Studienergebnisse jedoch nicht. Das Bedürfnis nach intimer Nähe ist jedenfalls bis in das hohe Alter vorhanden. „Im Gegenteil. Der tabuisierende und distanzierte Ungang mit Sexualität jenseits der 70 scheint vor allem ein Problem der Jüngeren zu sein, die sich nicht vorstellen zu können, dass Sexualität im Alter noch erlebenswert sein kann. Damit ist es ein klassisches Generationenproblem“, schlussfolgert Dr. Ramona Ullmann.
Neben der Vorstellung der gesamten Studie wird auf dem Forum Geriatricum ein weiter Bogen rund um das Motto „Lebensqualität im Alter – Sexualität jenseits der 70“ geschlagen. So werden auch urologische Probleme und die „erektile Dysfunktion“ oder „Demenz und Sexualität“ Thema sein. Dazu sind, wie in den Vorjahren, namhafte Experten eingeladen worden, die den fachlichen Austausch mit fundierten Informationen anreichern werden.
Sehenswert wird zudem die Fotosausstellung „60+“ sein, die Menschen einfühlsam in ihren goldenen Jahren in Szene setzt. Claudia Gehrke porträtiert in den Fotografien die ästhetische Seite der Liebe jenseits der 60. Die Bilder werden auch nach der Veranstaltung bis zum Pfingstmontag (01.06.2009) kostenfrei in der HELIOS Residenz an der Klinik zu sehen sein.
Daneben hat die Klinik diesmal erstmals die Veranstaltung auch für Selbsthilfegruppen und Patientenorganisationen geöffnet, die sich in einem Forum den Fachbesucher präsentieren können und über ihre Arbeit aufklären. Ziel ist das Fördern eines regen Austausches über Fragen der Altersmedizin.
Weitere Informationen und Anmeldeinformationen finden sich auf der Internetseite der Klinik unter www.helios-kliniken.de/berching.
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 62 eigene Kliniken, darunter 43 Akutkrankenhäuser und 19 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Wuppertal, Schwerin und Krefeld nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 23 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Seniorenresidenzen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.
HELIOS versorgt jährlich 2 Millionen Patienten, davon 600.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt über insgesamt mehr als 18.000 Betten und beschäftigt rund 32.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2008 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius SE.
Pressekontakt:
Tobias Pott
Regionalleiter Unternehmenskommunikation
Telefon: +49 2751 82 - 3331
Mobil: +49 174 9923612
Fax: +49 2751 82 - 3338
Hinterm Schlosspark 11 - D-57319 Bad Berleburg
www.helios-kliniken.de